Tobias Bailer bei der Tortour in der Schweiz. | Foto: pr

Ultraradler Tobias Bailer

Abbruch bei Tortour nach einem Sturz

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Die  „Tortour“ in der Schweiz machte bei Ultraradler Tobias Bailer ihrem Namen Ehre. Nach einem Sturz musste der 46-Jährige Baden-Badener abbrechen, was ihn mächtig wurmt. 

Bei Kilometer 639 passierte das Unglück

Es war bei Kilometer 639. Tobias Bailer  verfuhr sich, und das hatte verhängnisvolle Folgen. Sturz bei rund 70 Stundenkilometern, Platzwunde am Arm und Prellungen. Das Fahrrad demoliert. Nach einer medizinischen Erstversorgung fuhr der Baden-Badener noch bis Kilometer 833, dann beschlossen er und seine Crew – Ehefrau und Teamchefin Stefanie Bailer, Tochter Lisa, Radmechaniker Felix Stein und Physiotherapeut Sigi Neuchel – Abbruch und Ende.

Eine stolz getragene Niederlage ist auch ein Sieg!

„Eine stolz getragene Niederlage ist auch ein Sieg“, schreibt der 46-jährige Ausdauersportler auf Facebook, doch das unfreiwillige Ausscheiden bei der „Tortour“ in der Schweiz beschäftigt ihn. Wie berichtet, wollte Bailer bei der „Tortour“ 1.000 Kilometer und rund 14.000 Höhenmeter in maximal 48 Stunden bewältigen. Nach dem Prolog am Start- und Zielpunkt Schaffhausen ging es um 0.41 Uhr am frühen Freitag auf die Strecke.

 

Auf dem Weg aus der Nacht in den Morgen. Start war für Tobias Bailer um 0.40 Uhr. | Foto: pr

„Es regnete zwar, aber es lief gut“, berichtet der 46-Jährige. Im Morgenlicht ging es den Klausenpass hinauf („Super schön“), dann folgte der Sustenpass, mit knapp 2.300 Metern das „Dach der Tour“, wie es Bailer ausdrückt. Auf der Abfahrt zickte die Schaltung. Mechaniker Felix Stein nahm sich der Sache an, Bailer musste auf das Zeitfahrad umsteigen.

Fahrradhelm als Retter vor dramatischen Blessuren

Aufgrund der Übersetzung ist das wenig bergtauglich und angesichts der vielen, noch folgenden Anstiege war Bailer nicht glücklich darüber. Aber er gab Gas, wollte den Zeitverlust etwas egalisieren. Bei Kilometer 769 erwischte es ihn. „Ich habe die Ansage vom Team nicht richtig gehört, dachte ich muss rechts in den Weg rein.“ Es wurde elendig schmal und ging direkt auf einen Baum zu. Bailer zog die Notbremse. Ohne Helm würde er wohl heute kein Interview geben, sagt er in der Nachbetrachtung.

Race Around Austria im kommenden Jahr

Nun will er sich erst einmal auskurieren, um möglichst bald in die Vorbereitung auf die Herausforderungen des Jahres 2020 einzusteigen. Da will er dann zum Beispiel das Race Around Austria fahren. 2.220 Kilometer und jede Menge Höhenmeter. Es ist die Generalprobe für das Race Across Amerika 2021, das er Solo bewältigen will.