WIE GEHT ES WEITER mit dem Acherner Klinikum? Eine neu formierte Bürgerinitiative will hier ein gewichtiges Wort aus Acherner Sicht mitreden. | Foto: aki

Einsatz für Standort Achern

Bürgerinitiative will für Klinikum werben

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Die Diskussion um die Zukunft des Ortenau Klinikums wird in Achern jetzt von einer Bürgerinitiative begleitet. Die Stadt Achern hat am Donnerstag eine Pressemitteilung, wie es heißt im Auftrag der Bürgerinitiative, versandt und auf die Gründung hingewiesen. Unter der Federführung von Franziska Müller, Mitglied im Förderverein des Ortenau Klinikums Achern, will man sich für den Erhalt des Standorts einsetzen.

Gutachten wird mit Spannung erwartet

Bekanntlich diskutiert der Kreis unter der Überschrift „Agenda 2030“ mehrere Varianten, die allesamt eine deutliche Reduzierung der Klinikstandorte mit sich bringen würden. Derzeit gibt es, nach der Schließung von Gengenbach als Akutkrankenhaus, noch acht Spitäler, in der Diskussion ist die Reduzierung auf drei oder vier Standorte. Dabei fällt dem Acherner Klinikum eine Schlüsselrolle zu: Nach den bisher diskutierten Modellen wird es entweder „auf der grünen Wiese“ mit Offenburg, Kehl und Oberkirch zu einem Großklinikum zusammengelegt oder besteht als eigenständiges Haus weiter. Dies ist allerdings nur der bisherige Verhandlungsstand, mit Spannung wird ein Gutachten des Büros Lohfert & Lohfert erwartet, das als Grundlage der weiteren Debatte und der für den Sommer angesetzten Entscheidung dienen soll.

Achern ist ein Gewinn

„Mit der Gründung dieser Bürgerinitiative wollen wir das Engagement von Oberbürgermeister Klaus Muttach und den weiteren Kreisräten der Region für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Klinikstandorts in Achern unterstützen. Wir wollen die Solidarität der gesamten Raumschaft verdeutlichen und den gesamten Kreistag davon überzeugen, dass das Krankenhaus in Achern für den gesamten Klinikverbund im Ortenaukreis ein Gewinn ist“, erklärt dazu Franziska Müller in der Pressemitteilung. Sie habe, so heißt es, gemeinsam mit Stadtrat Bernhard Keller die Bürgerinitiative ins Leben gerufen.

Politiker sagen Unterstützung zu

Schon nach den ersten Tagen und wenigen Gesprächen haben zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Raum Achern, darunter Politiker unterschiedlicher Couleur, ihre Unterstützung zugesagt. Der Bürgerinitiative gehe es darum, zu verdeutlichen, dass die Erhaltung des Krankenhauses Achern als Klinikstandort für die Raumschaft Mittelbaden unverzichtbar ist. Man wolle erreichen, dass „zukunftsgerichtete Investitionen“ zur Weiterentwicklung des Krankenhauses Achern geleistet werden und dieses auf der Grundlage des medizinischen Fortschritts, demografischer Veränderungen und steigender Patientenzahlen ausgebaut wird. Dabei gehe es um eine wohnortnahe Versorgung, schnelle Hilfe im Notfall aber auch um den Erhalt der 500 Arbeitsplätze und der Sicherung von mehr als 100 Ausbildungsplätzen. Schließlich müsse auch Achern als Notarzt-Standort erhalten bleiben.

Bürgerinitiative wird am 7. März vorgestellt

Als erste Aktion soll am Mittwoch, 7. März, um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Am Markt eine Veranstaltung stattfinden. Dabei wird Franziska Müller die Bürgerinitiative vorstellen. OB Klaus Muttach referiert über die aktuelle Klinikdiskussion im Ortenaukreis und Perspektiven für das Krankenhaus Achern. Der Ärztliche Direktor Rüdiger Feik wird das Krankenhaus Achern-Oberkirch vorstellen.