Bühls Kapitän Alpár Szabó trifft mit seinen Bisons an diesem Samstag auf die Volleys Herrsching. | Foto: Thomas Steuerer

Volleyball-Bundesliga

Der stille Bisons-Anführer: Bühler Kapitän Alpár Szabó vor Spiel seinen Ex-Club Herrsching

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Der Kapitän der Bisons wählt seine Worte mit Bedacht. Keine schnellen Antworten, nicht frei von der Seele weg, sondern stets mit einer gewissen Bedenkzeit spricht Alpár Szabó vom Volleyball-Bundesligisten TV Bühl über die Saison, seine Wohngemeinschaft mit Mitspieler Gregory Petty und über seine beiden Trainer in dieser Saison, Johann Verstappen und Alejandro Kolevich. Auf dem Feld geht der älteste Bison dagegen voran. 31 wird der Ungar in diesem Jahr und im Gegensatz zu vielen Mitspielern stand er schon auf zahlreichen Volleyball-Bühnen in ganz Europa.

Über Ungarn, Belgien und Finnland und Herrsching nach Bühl

Mit einem zwischenzeitlichen Abstecher bei seinem Ex-Verein Fino Kaposvár führte der Weg von Szabó (ausgesprochen: Sabo) über Ungarn, Belgien, Finnland und Herrsching nach Bühl. Seit Juli ist er in Baden. „Ich bin gerne hier und mag eigentlich alles, die gute Organisation im Club, die Stadt – wir haben hier alles, was wir brauchen“, sagt der 2,02 Meter große und 88 Kilogramm schwere Mittelblocker.

Wir haben immer noch Chancen auf die Play-offs

Alpár Szabó

Mit großen Erwartungen kam er vor der Saison von den Volleys Herrsching, sprach im Zuge eines Interviews auf der Bisons-Homepage von „vielen Anfragen“ anderer Teams und dem Gefühl, dass „etwas Neues in Bühl entsteht und ich Teil davon sein möchte“.

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Die Realität vor der Partie bei seinem früheren Arbeitgeber Herrsching an diesem Samstag (19 Uhr) lautet aktuell Platz zehn mit acht Punkten Rückstand auf die Play-off-Plätze. „Wir haben immer noch Chancen auf die Play-offs. Manchmal hat man einen guten Start und ein schlechtes Ende der Saison, vielleicht ist es bei uns in diesem Jahr andersherum. Wir sind auf einem guten Weg“, sagt der Bühler Kapitän. Und: „Die kleine Halle in Herrsching erfordert einen anderen Spiel-Stil.“

„Alejandro legt viel Wert auf Teamwork“

Unter dem vor einem Monat entlassenen Johann Verstappen saß Szabó oft auf der Bank. „Ich hatte nach dem zweiten Spieltag eine Knieverletzung, mit der ich mindestens fünf Wochen zu kämpfen hatte“, so der Mann mit der Rückennummer eins. Sein Verhältnis zu Verstappen beschreibt er als respektvoll und „okay“.

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Zu Unterschieden zwischen Alejandro Kolevich und Verstappen möchte Szabó zunächst nichts sagen. „Alejandro legt sehr viel wert auf Teamwork, auch außerhalb des Feldes“, lässt er sich dann doch noch entlocken. „Alpár hat ein hohes Spielverständnis und hilft mir als Trainer sehr. Er teilt seine Erfahrungen gerne und unterstützt vor allem die jüngeren Spieler“, lobt Kolevich seinen Routinier.

WG mit Mitspieler Gregory Petty

Und privat? Da lebt der Ungar mit dem US-Amerikaner Gregory Petty in einer WG in Kappelwindeck. „Wir machen viele Späße zusammen und halten die Wohnung sauber“, so Petty. „Es ist schön, dass wir uns als die ältesten Spieler immer wieder über unsere Volleyball-Erlebnisse austauschen können.“ Nach der Saison geht es für Szabó zum National-Team. Auf die Frage, ob er danach noch in Bühl spielen wird, antwortet er erneut knapp: „Wir werden sehen.“