Unfallatlas Unfälle Achern und Region
Die meisten Unfälle im ABB-Gebiet zeigt die Interaktive Karte auf der A5 an, vergleichsweise viele auch in Achern und Rheinau. | Foto: Patrick Seeger

Interaktiver Unfallatlas

Die gefährlichsten Straßen in Achern und der Region

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Wo kracht es am häufigsten? Der Online-Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigt an, wo sich in den vergangenen beiden Jahren die meisten Unfälle mit Personenschaden ereignet haben. Der Acher- und Bühler Bote wirft einen Blick in die Straßen der Region. Die gute Nachricht vorneweg: „Dunkelrot“ auf der Unfallampel taucht in der Ortenau nirgendwo auf; die Stellen mit der größten Unfallhäufigkeit in Baden-Württemberg lagen 2017 in Stuttgart und Pforzheim. Die einzige orangefarbene Strecke – also eine, auf der sich 30 bis 59 Unfälle mit Verletzten ereigneten – im ganzen Kreis ist in Lahr eingezeichnet.

„Zoomt“ man auf der Karte näher an das ABB-Verbreitungsgebiet zwischen Achern, Rheinau, Renchen und dem Achertal, sieht die Sache wesentlich entspannter aus: Im Durchschnitt ein bis 13 Unfälle sind dort verzeichnet, mehr sind es auf dem Abschnitt der Autobahn 5 zwischen Höhe Wagshurst und Campingplatz Achern. 15 Unfälle mit Verletzten waren es dort im vergangenen Jahr, darunter vier Schwerverletzte und eine getötete Person. Vergleichsweise viele Unfälle gab es auch in Achern und Rheinau sowie auf dem Abschnitt der L87 zwischen den beiden Städten.

Beginnt man die „Rundreise“ durch das ABB-Gebiet, fällt auf, dass sich die Unfälle in Sasbach bis aus einzelne Ausnahmen auf die Hauptstraße zwischen der Kreuzung zur Sasbachrieder Straße und dem Ortseingang konzentrieren – hier waren es fünf im Jahr 2017 – sowie und auf die Kreuzung zwischen B3 und K5372 aus dem Sasbacher Gewerbegebiet kommend (drei Unfälle). In der Nachbargemeinde Lauf wurden im Ortskern keine Unfälle verzeichnet, die drei nächstgelegenen Vorfälle – an allen waren Fahrradfahrer oder Fußgänger beteiligt – ereigneten sich am Ortseingang von Obersasbach kommend, im Rotzenbachweg und in der Oberen Rötelstraße. Weiter nach Sasbachwalden geblickt, ist auch hier die Zahl der Unfälle überschaubar. Schwerverletzte gab es auf der L68 bei der Einmündung zum Sandweg, Im Eichwald, in der Bergstraße auf Höhe der Straubenhofmühle und im Bereich Brandmatt.

Fautenbach ist unfallträchtigster Stadtteil

Vergleichsweise viele „rote Punkte“ zeigt der Unfallatlas dagegen in Achern. Der Stadtteil mit den meisten Unfällen ist Fautenbach. In der Kernstadt reihen sich die Unfälle wie auf einer Perlenkette in der Hauptstraße beziehungsweise Fautenbacher Straße (insgesamt 19) und in der Berliner Straße (14) aneinander; die meisten Unfälle an derselben Stelle, nämlich drei, gab es an der Kreuzung von Martin- und Kapellenstraße. Betrachtet man von Achern aus die B3 Richtung Süden, wurden innerhalb von Fautenbach die meisten Vorfälle gezählt (acht Unfälle), im Abschnitt bis Renchen insgesamt drei. In Renchen selbst zählte die Polizei die meisten Verkehrsunfälle in der Hauptstraße: Zwischen Rench-Flutkanal im Süden und nördlichem Ortseingang waren es acht Stück, davon ein Unfall mit getötetem Fußgänger und zwei Unfälle im Kreisverkehr von Önsbach kommend.

Mehrere Unfälle auf der Landesstraße 87

Sieht man sich Rheinau an, unterscheiden sich die Zahlen innerhalb der Ortsteile kaum; die meisten Unfälle gab es in Rheinbischofsheim und Freistett mit jeweils fünf, sonst zwischen zwei und null. Auf der L87 zwischen Rheinau und Achern sieht es anders aus: Hier waren es auf Höhe Freistett vier Unfälle, davon drei am Kreisverkehr, dazu kamen zwei zwischen Rench-Flutkanal und Kiesgrube, einer am Maiwaldkreisel, insgesamt fünf an den beiden Kreisverkehren an der Autobahn-Anschlussstelle Achern und einer auf Höhe des Autohofs.

Zahl nimmt Richtung Höhengebiet ab

Auf der Landesstraße weiter in Richtung Achertal findet sich ein Schwerpunkt an der Ausfahrt auf die L87 vom Scheck-in-Kreisel kommend: Hier gab es sechs Unfälle mit Leichtverletzten. Während sich auf dieser Strecke auf Gemarkung Kappelrodeck fünf Unfälle ereigneten – abseits der L87 waren es im Ort noch ein paar mehr – nimmt die Zahl auf dem Weg in Richtung Höhengebiet ab. So waren es in Ottenhöfen drei Unfälle und in Seebach einer. Auf der B500 verteilen sich die Unfälle im Abschnitt zwischen Unterstmatt und der Kreisgrenze kurz nach dem Ruhestein über die Strecke: Insgesamt wurden fünf Vorfälle mit Verletzten gezählt.

Die Angaben aus dem Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder basieren auf Meldungen der Polizeidienststellen. In mehreren Bundesländern nimmt die Polizei die Geokoordinaten der Unfälle noch nicht oder nicht vollständig auf, Baden-Württemberg ist aber dabei. Im Überblick im größeren Maßstab werden auf der interaktiven Karte Streckenabschnitte entsprechend der Unfallhäufigkeit verschiedenfarbig dargestellt. Wird noch etwas weiter in die Karte gezoomt, erscheinen Punkte mit den einzelnen Unfällen.