In Berlin gefordert sind die Bühler Bisons an diesem Freitag, hier Mario Schmidgall und Yannick Goralik (hinter dem Netz, von links). | Foto: Steuerer

Bühler Volleyballer in Berlin

Ein Satz, ein Punkt oder doch mehr?

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„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin…“, ob den Bühler Bundesliga-Volleyballern dieser Schlachtruf so leicht über die Lippen geht, wie den Anhängern des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, der dort im Mai vorigen Jahres den großen FC Bayern München im DFB-Pokalfinale mit 3:1 bezwang, ist fraglich.

Gute Stimmung im Teambus

Allerdings berichtete Sabrina Bäcker, verantwortlich für das Marketing des Volleyball-Bundesligisten, von einer guten Stimmung im Team, während der Bisons-Bus auf der Autobahn gerade durch die Winterlandschaft rollte. Aufgrund des Schneechaos’ in Bayern hatten die Bühler Volleyballer ihre Reiseroute in die Bundeshauptstadt etwas verändert und fuhren nicht den klassischen Weg über Nürnberg.

Für Gastgeber geht es um viel

Dass die Begegnung mit den Berlin Volleys bereits an diesem Freitag (19.30 Uhr), also einem volleyball-unüblichen Tag in der imposanten Max-Schmeling-Halle angesetzt ist, hat mit der Handball-Weltmeisterschaft zu tun. Für die Berlin Volleys um Cheftrainer Cédric Enard geht es in ihrem ersten Spiel des Jahres um sehr viel.

Amtierender Meister bislang hinter den Erwartungen

Der amtierende Meister steht derzeit nur auf Rang sechs mit 20 Punkten (23:14 Sätze), sechs Zähler fehlen zu Tabellenführer AlpenVolleys Haching. Und wenn die Berliner nun – so ist es zumindest dem Vorbericht auf den Internetseiten des Vereins zu entnehmen – zur „Bisonjagd zum Jahresauftakt“ blasen, demonstrieren die Badener dennoch Kampfwillen.

Bisons hoffen mindestens auf einen Satz

Bisons-Headcoach Ruben Wolochin will zumindest einen Satz oder gar einen Punkt aus der Hauptstadt mitnehmen. Co-Trainer Alejandro Kolevich freut sich auf die Begegnung. Die Bühler könnten sich nicht nur mit einer der besten Mannschaften der Liga messen, zudem präsentierte sich der TVB, wie berichtet, im jüngsten Heimspiel gegen die Giesener Grizzlys in Annahme wie Angriff deutlich verbessert.

Wenn wir diese Leistungen gegen Berlin zeigen, wird es sicher ein gutes Spiel werden.

„Wenn wir diese Leistung gegen Berlin zeigen können, wird es sicher ein gutes Spiel werden.“ Es war der Kampfgeist, der die Bühler in diesem so wichtigen Duell gegen einen der Konkurrenten aus der zweiten Tabellenhälfte zum Sieger werden ließ. Das betonte damals der „wertvollste Spieler“ aus der Giesen-Partie, Anton Qafarena.

Anton Qafarena kommt direkt vom albanischen Nationalteam-Einsatz

Er war gerade noch mit dem albanischen Nationalteam in Sachen EM-Qualifikation unterwegs. Am Samstag spielte das Team gegen Österreich und verlor 0:3, am vergangenen Mittwoch stand noch die Partie gegen Portugal auf dem Plan, dort unterlagen die Albaner mit 1:3. Qafarena flog dann direkt nach Berlin und traf dort dann mit den übrigen Bisons zusammen.

Unser Spiel machen!

Eine Grundtaktik des TVB für die Punktepartie in der Max-Schmeling-Halle: Die Bisons werden sich auf ihr Spiel konzentrieren und alles versuchen, das maximal Mögliche zu erreichen. Vorteile für sein Team durch die lange Verletztenliste der Berliner sieht Wolochin nicht, „die haben einen großen und guten Kader.“

Bisons setzen auf ihren Kampfgeist

Beim Gastgeber setzt Kapitän Sebastian Kühner laut Vorbericht darauf, mit starken Aufschlägen zum Erfolg zu kommen und Zuspieler Mario Schmidgall zum Laufen zu bringen. Doch die Bisons haben bewiesen, wie sie kämpfen können und wollen sich nicht ins Bockshorn jagen lassen.

„Training“ bei Turnier in Karlsruhe

Training unter Turnierbedingungen genossen die Bisons kürzlich beim Turnier des SSC Karlsruhe. Sowohl den in der Zweiten Liga beheimateten Gastgeber als auch den Zweitligisten FT 1844 Freiburg besiegten die Bühler. Bei den Berlinern spielt mit Außenangreifer Adam White ein Akteur, der in der Saison 2012/13 das Trikot des TVB trug.