Im Offenburger Kaufland wurden Backwaren manipuliert (Symbolbild) Bekannt sind mittlerweile fünf Fälle. | Foto: Scheidemann

Serie reißt nicht ab

Erneute Stecknadelfunde in Lebensmitteln

Nach drei Funden von Stecknadeln in Backwaren in einem Offenburger Supermarkt sind zwei weitere präparierte Lebensmittel entdeckt worden. Verletzt wurde nach Angaben von Landratsamt und Polizei niemand. Am Sonntag habe ein Mann eine Nadel in einer am 16. Dezember gekauften Toastbrot-Packung gefunden. Am Vortag habe sich zudem eine Frau bei der Polizei gemeldet, die zwei Stecknadeln aus einem Salami-Snack gezogen hatte.

Fünf Fälle gemeldet

Insgesamt wurden bisher fünf derartige Fälle gemeldet. Alle Produkte waren in demselben Markt in Offenburg gekauft worden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben bisher keine heiße Spur, wer die Lebensmittel mit den Nadeln versehen haben könnte. Details zu den Ermittlungen wollte ein Sprecher am Montag nicht verraten, etwa ob Überwachungskameras weiterhelfen könnten.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Der betroffene Kaufland-Markt in der Marlener Straße hatte nach dem dritten Fund die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft. „Die betroffene Ware wurde umgehend aus den Regalen entfernt“, teilte das Unternehmen mit. Außerdem sollte neue Ware weiterhin einer Sichtkontrolle unterzogen werden, bevor sie in ein Regal kommt. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Erpresser sorgte für Aufsehen

Im vergangenen September hatte ein Supermarkt-Erpresser bundesweit für Aufsehen gesorgt, als er mit dem Giftstoff Ethylenglykol versetzte Babynahrung in Supermärkten in Friedrichshafen am Bodensee platzierte. Der Mann drohte gar, 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, wenn er nicht eine zweistellige Millionensumme von Handelsunternehmen erhält. Später wurde der 53-Jährige im Raum Tübingen festgenommen. Er hat inzwischen zugegeben, das Gift in die Gläschen gemischt und diese in die Läden gestellt zu haben.