„Heart and Soul” heißt die Musik-Dokumentation über die frühere Rockband Scaramouche. | Foto: pr

Rockband Scaramouche

Filmprojekt schafft die Finanzierungshürde

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60 Tage lang wurde geworben und gehofft – jetzt steht fest: Die Finanzierung des Kinofilms über die einstige süddeutsche Rockband Scaramouche ist gesichert. Genau 20 140 Euro kamen für die Musik-Dokumentation „Heart and Soul” zusammen, damit wurde das Ziel (20000 Euro) sogar knapp übertroffen. „Wahnsinn, wir freuen uns sehr, dass es mit dem Crowdfunding geklappt hat. Vielen Dank an alle Beteiligten und ,Mit-Fieberer‘ – wir sehen uns auf der Kinoleinwand“, freut sich der Bühler Gitarrist und Sänger Gert Endres über das bevorstehende filmische Comeback seiner ehemaligen Band.

Regisseur Pirmin Styrnol (rechts) und Komponist Maik Styrnol beim Sichten des Materials. | Foto: pr

Seit Herbst 2018 suchen die Brüder Pirmin und Maik Styrnol vom Lahrer punchline studio nach Video- und Bildmaterial über die Lahrer Rockformation Scaramouche, die auch im Bühler Raum zahlreiche Fans hatte. Die für die Produktion gesammelten Presseartikel über die Band füllen mittlerweile 25 dicke Aktenordner, hinzu kommen fünf große Kisten mit Fotos und 15 Stunden Videobänder und Amateuraufnahmen. „Wir freuen uns auch weiterhin über neues Material. Denn ein Zuviel gibt es nicht“, betont Regisseur Pirmin Styrnol. „Besonders fehlen noch Momentaufnahmen von Land und Leuten, wo Scaramouche gespielt hat.“
Überglücklich und erleichtert ist der Filmemacher, dass nun die Finanzierung der Drehtage in trockenen Tüchern ist.

Filmpremiere Ende 2020 geplant

Jetzt geht es an die Ausarbeitung des Drehbuchs, im Sommer und Herbst sollen dann die ersten Interviews und Filmaufnahmen folgen. Drehorte werden unter anderem Lahr und Bühl sein. Läuft alles nach Plan, hat die abendfüllende Musik-Doku dann an Weihnachten 2020 in Lahr ihre Premiere, kündigt Pirmin Styrnol an.

Frank Vetter, Gert Endres, Thomas Schwendemann und Marc Vetter (von links) freuen sich auf die Film-Dokumentation über ihre frühere Band Scaramouche. | Foto: pr

Gemeinsam mit seinem Bruder Maik arbeitet er seit Sommer 2018 an den Vorbereitungen zum Film, der eine der großen Fragen unserer Zeit aufrollen soll: „Was ist Erfolg?” Die Musiker von Scaramouche sind die Protagonisten für dieses übergeordnete Thema, erläutert Styrnol. Die Band konnte zwar in den 1990er Jahren beachtliche Erfolge im Musik-Business feiern und spielte auf Festivals etwa mit Stars wie James Brown oder Deep Purple, dennoch blieb ihr der große Durchbruch versagt. Im Jahr 2001 löste sich die Band auf. Auch wenn der große Wurf für Scaramouche ausblieb, so blickten dennoch andere Bands neidisch auf diese Formation, hatte sie doch immerhin einen Plattenvertrag und trat pro Jahr in über 80 Konzerten in ganz Deutschland auf. „Ein zweischneidiges Schwert”, so Styrnol. Diesen Zwiespalt soll der Film erzählen – eine Geschichte also, die im Musikgeschäft von heute noch genauso aktuell ist wie sie es vor 25 Jahren war. Musiker, Manager, Journalisten sollen dabei zu Wort kommen, betont Pirmin Styrnol.

Stehen die eigentlichen Drehtage für „Heart and Soul” noch aus, so ist ein Filmbeitrag bereits im Kasten: Integriert in die Musik-Doku wird ein Live-Konzert von Oil, der aktuellen Band von Gert Endres aus Bühl, das im Schlachthof in Lahr mit Kamera und Mikro festgehalten wurde.

Band Oil  in Filmserie „Live in  Concert“

Der Film bildet gleichzeitig den Auftakt eines neuen Serienformats, welches das punchline studio unter dem Motto „Live in Concert“ mit Musikern unterschiedlichster Genres produziert. Die erste Staffel begleitet drei Bands beziehungsweise Musiker bei einem Live-Auftritt: Nach der Band Oil – mit Gert Endres (Gesang, Gitarre), Rainer Jauch (Bass) und Marc Vetter (Schlagzeug, Gesang) – ist in einer zweite Folge die amerikanische Singer-Songwriterin Bet Williams zu erleben, Teil drei ist dem in Lahr lebenden und aus Indien stammenden Konzertpianisten Pervez Mody gewidmet. Pirmin Styrnol: „unentdeckte Weltklasse“ auf der Filmbühne.