Mit Zugangsbeschränkungen reagiert das Ortenau Klinikum auf die weitere Ausbreitung der Masern im Ortenaukreis. Besucher sollten sicher stellen, dass sie ausreichend geimpft sind. Gefährdete Bereiche des Hauses werden unter Umständen abgesperrt.
Mit Zugangsbeschränkungen reagiert das Ortenau Klinikum auf die weitere Ausbreitung der Masern im Ortenaukreis. Besucher sollten sicher stellen, dass sie ausreichend geimpft sind. Gefährdete Bereiche des Hauses werden unter Umständen abgesperrt. | Foto: Fabian Sommer

Landratsamt informiert

Noch mehr Masern-Infektionen im Ortenaukreis – Kontakt mit Kleinkindern meiden

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Es ist keine Überraschung: Die Masern haben sich im Ortenaukreis weiter ausgebreitet. Wie das Landratsamt in Offenburg auf Anfrage dieser Redaktion am Freitag mitteilte, geht man inzwischen von 15 Fällen aus, weitere Menschen sind vermutlich infiziert ohne dies zu wissen.

Das Landratsamt und das Gesundheitsamt rufen jetzt dazu auf, Kontakte zu besonders gefährdeten Personengruppen nach Möglichkeit zu meiden. Dazu gehören vor allem Kleinkinder, die aufgrund ihrer Alters noch nicht geimpft werden konnten.

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Auch das Ortenau Klinikum reagiert und bittet darum, auf Besuche von Angehörigen und Freunden im Krankenhaus zu verzichten, wenn nicht sicher gestellt ist, dass die Besucher keine Masern ins Gebäude einschleppen.

Zugangsbeschränkungen in Klinik

Besonders risikobehaftete Bereiche im Klinikum sollen gekennzeichnet werden. Teilweise werde es wohl auch Zugangsbeschränkungen geben, sagt der Chef der Klinikhygiene in Offenburg, Andreas Christian Schröder.

Nur die nördliche Ortenau nicht betroffen

Das Problem bei der Ausbreitung der Masern im Ortenaukreis: Mit Ausnahme der nördlichen Ortenau werden inzwischen aus dem gesamten Kreisgebiet Infektionen gemeldet. Bekannt sind die sechs Fälle in Kehl, wo die Krankheit ihren Ausgang genommen hat.

Offenburg, Oberkirch und Berghaupten sind wie berichtet ebenfalls betroffen. Neu hinzugekommen sind jetzt Masernfälle in Haslach im Kinzigtal und in Ettenheim.

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Übertragung in Arztpraxen

Viele dieser Menschen seien in Arztpraxen und Notaufnahmen der Kliniken unterwegs gewesen, bis letztlich die Diagnose gestellt wurde, so Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamts in Offenburg. Sie ruft deshalb dazu auf, die Arztpraxis im Vorfeld zu informieren, falls an sich masernähnliche Symptome entdeckt.

Bei Unklarheiten zum Arzt

So könne verhindert werden, dass sich die hoch ansteckende Erkrankung im Wartebereich auf weitere Menschen überträgt. Die Bürger sollten zudem ihren Impfausweis überprüfen und bei Unklarheiten ihren Hausarzt aufsuchen.

Masern beginnen mit Fieber

Die Erkrankung beginne in der Regel mit Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen oder Husten sowie manchmal einem weißlichen Belag auf der Mundschleimhaut. Die rosa oder bräunlichen Hautflecken der Masern würden meist erst später auftreten. Davor allerdings war man schon mehrere Tage lang ansteckend. Wie berichtet, gibt ein Infizierter bereits vier oder fünf Tage vor den ersten Symptomen das Virus weiter.

Lange Immunschwäche

Folge einer Maserninfektion ist eine mindestens sechs Wochen währende Immunschwäche, so dass Folgeinfektionen zu befürchten sind. Das Landratsamt nennt Mittelohrentzündungen, Bronchitis, Lungenentzündungen und Durchfall. In seltenen Fällen komme es zu einer Gehirnentzündung.

Ein Fall im Kreis Rastatt

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts gibt es neben den Fällen im Ortenaukreis landesweit nur noch drei Landkreise mit Masernpatienten. Gemeldet wurden jeweils ein Fall aus dem Kreis Rastatt, dem Enzkreis und aus dem Raum Böblingen.