Hat auf Tour immer ihr eigenes Kopfkissen dabei: die Kabarettistin Sissi Perlinger.
Hat auf Tour immer ihr eigenes Kopfkissen dabei: die Kabarettistin Sissi Perlinger. | Foto: Bernd Kamleitner

Zu Gast in Baden-Baden

Kabarettisten Sissi Perlinger rollt dem Schlaf den Roten Teppich aus

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In einer Touristenstadt wie Baden-Baden dürfte das Phänomen bekannt sein: Wer es beim Schlafen absolut dunkel braucht, bekommt im Hotel bisweilen ein Problem. „Das Zimmer kriegst Du nie ganz dunkel“, berichtet die Kabarettistin Sissi Perlinger von Erfahrungen mit nicht komplett verdunkelnden Jalousien oder Vorhängen. Wenn sie auf Tour ist, nächtigt sie jeden Tag in einer anderen Herberge.

Mit „einigen Tricks“ schläft sie inzwischen auch in Hotels gut: „Ich habe immer mein eigenes Kopfkissen dabei“, erzählt die erfolgreiche Unterhaltungskünstlerin in der in Baden-Baden im Alten E-Werk produzierten Talkshow „Nachtcafé“ mit Moderator Michael Steinbrecher. Ohrstöpsel und Augenbinde hat die Künstlerin aus Bayern ebenfalls immer im Gepäck.

Perlinger führt ein Dankbarkeitstagebuch

Die Kabarettistin verfügt noch über einen weiteren Schlüssel zu einem erholsamen Schlaf: Sie führt ein Dankbarkeitstagebuch. Nicht täglich, aber in steter Regelmäßigkeit notiert sie sich vor dem Einschlafen Dinge aus dem vergangenen Tag, für die sie dankbar ist. Für einen der führenden Schlafforscher Deutschlands, Hans Günter Weeß, ist das ein Ritual, mit dem man gewissermaßen den Schalter grundlegend umlegen kann: „Damit lösen sie gute Gefühle aus und rollen dem Schlaf den Roten Teppich aus.“

Entspannung ist der Königsweg zu gesundem Schlaf

Mit anderen Worten: „Entspannung ist der Königsweg zum gesunden Schlaf.“ Als Schlafmittel ungeeignet ist für ihn dagegen das Fernsehen – auch wenn viele Menschen vor dem Bildschirm einschlafen. Wirklich zur Ruhe komme der Mensch nämlich nicht, weil das Programm eine gewisse Lautstärke habe und die Bilder hell seien, erläutert der Experte.

Perlinger litt unter Tinnitus

Wie es ist, nicht einschlafen zu können, hat Perlinger am eigenen Leib erfahren. Sie litt einst unter Tinnitus, wie rund drei Millionen Deutsche. Anzeichen wie Klingeln, Pfeifen und Rauschen in ihren Ohren missachtete sie zunächst. Mit einer Therapie und weniger Stress, Yoga sowie Meditation schaffte sie nach einiger Zeit aber doch die Wende. Zum Glück, denn sonst wäre sie vielleicht gar nicht mehr die Unterhaltungskünstlerin, wie man sie kennt.

Publikum im Rantastic ist fantastisch

Besonders ins Herz geschlossen hat sie übrigens die Rantastic-Bühne in Haueneberstein. „Das Publikum ist fantastisch. Ich liebe diese Bühne“, schwärmt sie im BNN-Gespräch. Leider bleibe ihr angesichts eines gut gefüllten Tourkalenders zumeist keine Zeit, andere Vorzüge der Bäderstadt zu genießen.