Kappler Hex für den Pontifex: Papst Franziskus freute sich über das Mitbringsel aus dem Achertal von Mesner Hansjörg Seiter und Pater Josef Schwemmer (links). | Foto: Privat

Gabe der „weisen Voraussicht“

Kappelrodecker Mesner beschenkt Papst Franziskus

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Dass der Mesner des „Achertäler Doms“ Hansjörg Seiter auch die famose Gabe der „weisen Voraussicht“ besitzt, bestätigte sich bei einer Wallfahrt in die Heilige Stadt. „Ich dachte, wir packen vorsorglich mal drei Flaschen Hex in den Koffer“, berichtet Seiter, der zu seinem 25. Jubiläum als Mesner nach Rom pilgerte. Eine der Flaschen bekam Papst Franziskus geschenkt.

Von unserem Mitarbeiter Roland Spether

Über den vatikanischen Dienstweg hatte Hansjörg Mesner Karten für die Audienz bei Papst Franziskus bestellt und in dem Schreiben an das Päpstliche Haus und dessen Präfekten Georg Gänswein mit einem großen „Vergelt’s Gott“ im Voraus den Wunsch nach einer Gelegenheit zu einer persönlichen Begegnung mit dem Papst geäußert.

Spezialkarten notwendig

Doch dazu bedurfte es Spezialkarten in der ersten Reihe – und von diesen wusste Hansjörg Seiter nichts, als er mit Pater Josef Schwemmer in das Zentrum der katholischen Welt reiste und voller Hoffnung der Audienz entgegen fieberte. Denn immerhin hatte er drei Flaschen „Alte Rebe“ dabei, die er auch persönlich überreichen wollte.

2 Flaschen für Päpste, eine für Erzbischof

Eine war für Papst Franziskus, eine für seinen Vorgänger Benedikt XVI. und eine für Erzbischof Gänswein, der vor langer Zeit einmal Kaplan in Oberkirch war, die Pfarreien des Dekanates Acher-Renchtal und den „Achertäler Dom“ bestens kennt und deshalb – vielleicht – bei der Vergabe der Spezialkarten eine entscheidende Rolle spielte.

Wie dem auch sei: Als Hansjörg Seiter einen Tag vor der Audienz den Umschlag mit den Karten öffnete, lagen darin auch zwei Ehrenkarten für die erste Reihe und damit die große Chance auf eine persönliche Begegnung mit Papst Franziskus.

Für den Papst nur das Beste

Am nächsten Tag war es soweit, dass Hansjörg Seiter und Pater Josef Schwemmer in der riesigen Audienzhalle ganz vorne und somit sehr nahe beim Heiligen Vater sein durften. Im Handgepäck waren besagte drei Flaschen „Alte Rebe“. „Für den Papst – nur das Beste vom Besten“ meint der „Kappler“ Mesner und strahlt noch immer so, als würden Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.

Jubiläumswunsch erfüllt

Denn es sollte sich erfüllen, was vor der Abreise im Herzen des Achertals geträumt wurde: Dem Papst die Hand zu schütteln, mit ihm zu reden und ihm Wein der Hex vom Dasenstein zu schenken. Der innige Wunsch zum 25. Mesner-Jubiläum und zum 70. Geburtstag von Pater Josef Schwemmer ging voll auf und als ringsum der Ruf erklang, „jetzt kommt er“, stieg die Spannung in himmlische Höhen.

Papst redet deutsch mit Pilgern

Dann stand Papst Franziskus tatsächlich vor den beiden Pilgern, redete mit ihnen Deutsch und freute sich sehr über deren frommen Gruß: „Wir beten für Sie und Ihr Amt, beten Sie auch für uns“.

Der Papst erwiderte den Wunsch und vor allem Hansjörg Seiter freute sich über die persönliche Ansprache, denn Pater Josef und Erzbischof Gänswein gaben vorab den Hinweis, dass der Heilige Vater mit dem Mesner aus Kappelrodeck plaudert. „Dieser Dienst ist sehr wichtig“, meinte Papst Franziskus und strahlte, als ihm das edle „Mitbringsel“ aus dem Achertal geschenkt wurde.

Zu welcher Gelegenheit der Heilige Vater die „Alte Rebe“ öffnet und die Hex genießt, hat er nicht gesagt. Doch er hat das Geschenk sehr gerne angenommen und sein Lächeln verriet, dass er sich nach der Fastenzeit auf den guten Tropfen freut.