Rund 300 Jugendliche sorgten im Verlauf des heutigen Mittags vor einem Kehler Freibad für einen größeren Polizeieinsatz. | Foto: dpa

Rückstau an der Kasse

Kehler Freibad: Großer Andrang sorgt für Polizeieinsatz

Anzeige

Rund 300 Jugendliche sorgten im Verlauf des heutigen Mittags vor dem Kehler Freibad für einen größeren Polizeieinsatz. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es vor dem Kassenbereich aufgrund schärferer Einlasskontrollen zu einem größeren Rückstau und in der Folge zu entsprechendem Gedränge gekommen sein.

Der Sicherheitsdienst des Freibades hatte gegen 14.30 Uhr keinen weiteren Einlass genehmigt, da die Anlage an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt war und es deshalb verschärfte Kontrollen gab. Vermutlich in Folge des Andrangs und in Verbindung mit der Hitze mussten einige Personen eine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen.

Wartende Menge schubste und drängelte

Mehrere Rettungswagen waren vor Ort. Die Beamten des Polizeireviers Kehl und die Bundespolizei konnten die Lage einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Offenburg zufolge beruhigen. Nach Angaben der Pressestelle der Stadt Kehl erlitten einige Personen aufgrund des immer stärker werdenden Drucks einen Kreislaufzusammenbruch. Da die wartende Menge vor dem Eingangsbereich immer stärker schubste und drängelte und einige Personen sogar versuchten, über die Zäune zu steigen, entschied sich das Bäderpersonal gegen 14.30 Uhr dazu, das Bad kurzfristig zu schließen. Sie wollten zunächst diejenigen versorgen, die aufgrund des großen Gedränges zusammengebrochen oder dehydriert waren. Um die Lage zu beruhigen, musste schließlich nicht nur die Landes-, sondern auch die Bundespolizei anrücken.

Bad geschlossen

Verantwortliche der Stadt Kehl ordneten daraufhin die komplette Schließung und Räumung des Freibades an, um weitere Störungen zu verhindern. Die eingesetzten Polizeikräfte sorgten für einen geordneten Abfluss des Menschenandrangs.

Jugendliche zünden Mülleimer an

Vor dem Schwimmbad sollen Jugendliche außerdem einen Mülleimer angezündet haben, woraufhin die Kehler Feuerwehr mit zwölf Mann anrückte. Dies teilte die Stadtverwaltung am Abend mit. Insgesamt waren elf Fahrzeuge des Rettungsdienstes vor Ort

Nicht der erste Vorfall

Bereits am 5. Juni gab es einen ähnlichen Vorfall. Seinerzeit gerieten 200 Jugendliche im Bad aneinander. Erst eine Woche später machte dies die Polizei nach Medienanfragen öffentlich. Es sei zu keinen Straftaten gekommen, von einer zwischenzeitlichen Schließung wurde abgesehen, nachdem die Polizei die Situation damals beruhigen konnte (der ABB berichtete). Als Konsequenz kündigte die Kehler Stadtverwaltung schärfere Kontrollen an. So dürfen ab sofort keine Shishas mehr mitgebracht werden. Wenn das Bad überfüllt ist, erhalten nur noch Kehler Einwohner Zutritt in die Freizeiteinrichtung, die hauptsächlich Straßburger besuchen. „Sollten in den Bädern für das Personal unübersichtliche Situationen entstehen, werden die Einrichtungen so lange geschlossen, bis sich die Lage normalisiert hat“, schreibt die Kehler Stadtverwaltung auf ihrer Homepage.

ots/BNN/chs