Als Besuchermagnet erwies sich wieder der Bühler Kultursommer. | Foto: Fischer

Stadt Bühl zieht Bilanz

Kultursommer lockt über 5 000 Fans

Anzeige

Fünf Konzerte, eine Krimi-Lesung und die historische Filmnacht – der Bühler Kultursommer 2018 ist Geschichte, und die Stadt als Veranstalter zieht eine positive Bilanz. Facettenreich war in diesem Sommer das kulturelle Angebot, das mit einem ebenso virtuosen wie emotionalen Auftritt der international besetzten Band „Foaie Verde“ am vergangenen Samstagabend zu Ende ging.  „Der gesamte Kultursommer war ein schöner Erfolg. Geschätzt waren es über 5 000 Besucher“ betont Bürgermeister Wolfgang Jokerst und zeigt sich zufrieden mit dem Veranstaltungsreigen in diesem Sommer. Allerdings: „Einmal hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, leider gerade beim Eröffnungskonzert. Aber ansonsten hat alles prima geklappt.“

Wetterpech bei der Eröffnung

Pech hatten die Akteure und Besucher zum Auftakt: Der Regen peitschte heftig über den Europaplatz vor dem Bürgerhaus, sodass das Open-Air-Doppelkonzert der Stadtkapelle Bühl und des Musikvereins Bühlertal buchstäblich ins Wasser fiel und abgebrochen werden musste. Angesichts dessen gibt es laut Informationen von Jokerst nun Gespräche, die beiden Blasmusikkapellen beim Kultursommer im nächsten Jahr erneut auf die Bühne zu holen.

Facettenreiche Musikstile

„Mit der musikalischen Bandbreite der Konzerte sind wir dem ursprünglichen Konzept treu geblieben, dem Publikum ganz unterschiedliche Musikgenres zu bieten. Dafür und für einzelne Konzerte haben wir auch etliche persönliche Rückmeldungen von Konzertbesuchern bekommen“, so der Beigeordnete gegenüber dieser Zeitung. Dabei seien vor allem das Gastspiel des Salonorchesters Baden-Baden sowie das Abschlusskonzert mit „Foaie Verde“, das feurige Musik der Roma und der Länder Südeuropas in die Bühler Innenstadt brachte, als besonders schöne und stimmungsvolle Konzerte genannt worden. „Wie überhaupt die Atmosphäre an vielen Abenden sehr entspannt war“, freut sich Jokerst und betont weiter: „Natürlich haben wir gerade mit dem Konzert von CaboCubaJazz auch ein wenig über den musikalischen Tellerrand hinausgeschaut. Musik von den Kapverden hört man sicher nicht alle Tage in Bühl, aber es ist doch auch spannend, den musikalischen Horizont etwas zu erweitern.“ Die Krimi-Lesung auf der Terrasse der Mediathek kam laut seinen Angaben ebenso gut an wie die historische Filmnacht beim Stadtmuseum.

Stadt setzt weiter auf bewährtes Konzept

Die Stadt als Veranstalter will an dem bewährten Konzept des Kultursommers festhalten, und folglich soll es auch im kommenden Jahr fünf Konzerte, eine Lesung und eine Filmnacht geben. „Das erste Konzert ist schon in trockenen Tüchern“, verrät Jokerst. Zwar will er noch nicht ins Detail gehen, aber es gehe in den Bereich Weltmusik – „eher aus nördlichen Gefilden“.
Sicher ist damit zumindest eines: Auch 2019 wird Bühl musikalisch über den Tellerrand schauen. Darüber hinaus wird wieder die Verpflichtung eines klassischen Orchesters erwogen.