Wie kommt der Fuchs über den Winter? Im neuen Programm des Nationalparks Schwarzwald gibt es zahlreiche Veranstaltungen zu Tieren und Pflanzen und natürlich Touren zu unterschiedlichen Themen durch das Schutzgebiet.
Wie kommt der Fuchs über den Winter? Im neuen Programm des Nationalparks Schwarzwald gibt es zahlreiche Veranstaltungen zu Tieren und Pflanzen und natürlich Touren zu unterschiedlichen Themen durch das Schutzgebiet. | Foto: Bernd Kamleitner

Nationalpark Schwarzwald

Natur kennt (oft) keine Grenzen

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Ein Leben ohne Grenzen ist kaum vorstellbar: Sie strukturieren das menschliche Leben und begrenzen dessen Freiheiten. „Natur kennt keine Grenzen“ ist daher das Motto des neuen
Jahresprogramms im Nationalpark Schwarzwald. „Die Zugvögel sind dafür natürlich das beste
Beispiel – sie überfliegen jedes Jahr die Grenzen vieler Länder und Kontinente“, sagt Marc
Förschler, Leiter der naturwissenschaftlichen Forschungsabteilung im Schutzgebiet.

Tiere folgen eigenen Regeln

Aber auch die anderen freilebenden Tiere interessierten sich nicht für abgesteckte Räume und
menschliche Regeln – sie folgen ihren eigenen, erläuterten Vertreter des Schutzgebiets bei der Vorstellung des neuen Jahresprogramms vor Journalisten.  „Natürlich hat der Nationalpark ebenfalls  Grenzen, nach außen hin aber auch innen mit unterschiedlichen Schutzzonen. Und trotzdem ist es hier eine Spur wilder, ein bisschen freier. Und davon können auch unsere Gäste profitieren“, sagt Charly Ebel, der den Bereich Besucherinformation leitet.

Das neue Besucherzentrum des Nationalparks Schwarzwald entsteht am Ruhestein an der Schwarzwaldhochstraße.
Das neue Besucherzentrum des Nationalparks Schwarzwald entsteht am Ruhestein an der Schwarzwaldhochstraße. | Foto: Bernd Kamleitner

Im neuen Programm finden sich deshalb viele Angebote, „bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre persönlichen Grenzen überprüfen, erweitern oder mutig überschreiten können“, erklärte Ebel.   So kann man zum  zum Beispiel am Tag der kulturellen Vielfalt einer Führung in einer fremden Sprache lauschen oder sich mit einer Gruppe auf eine anstrengende Wanderung wagen – oder vielleicht sogar unterm Sternenhimmel übernachten und am Lagerfeuer kochen.

Jeder hat seine eigenen Grenzen

„Jeder hat seine eigenen Grenzen; sie zu überwinden, lässt uns wachsen“, sagt Svenja Fox vom
Team Wildnisbildung im Nationalpark. Ihr besonderes Anliegen ist es, dies auch Menschen mit
körperlichen oder kognitiven Einschränkungen zu ermöglichen – für die das Ausweiten ihrer
Grenzen besonders herausfordernd sein kann. Seit 2016 bietet Svenja Fox Führungen in
Deutscher Gebärdensprache an, die begeistert angenommen würden. „Der Nationalpark soll
für alle da sein, das meinen wir sehr ernst“, erklärt sie.

Eine Grenze werden wir allerdings gerade im Nationalpark immer hochhalten: Die Natur steht
hier an erster Stelle – und soll sich möglichst frei und ungestört entfalten“,  betonte  Ebel.
Deshalb gibt es etwa im Winter Ruhezonen, die nicht betreten werden
dürfen.

Neues Besucherzentrum wird die zentrale Anlaufstelle

Keine Ruhezone ist hingegen die Großbaustelle am Ruhestein an der Bundesstraße 500, der Schwarzwaldwaldhochstraße. Dort entsteht das neue Nationalpark-Besucherzentrum, das künftig zentrale Anlaufstelle für die Besucher des Schutzgebiets sein soll. In der zweien Jahreshälfte 2020 soll das fast 40 Millionen Euro teure Prestigeobjekt, das noch unter der grün-roten Landesregierung gestartet wurde, in Betrieb gehen. Es ist ein spektakulärer Bau mit viel Holz, der von der Form her an aufeinander liegende Baumstämme erinnert.

Jahresprogramm gibt es auch als Download

Das Jahresprogramm ist ab sofort im Nationalparkzentrum Ruhestein erhältlich – auf der
Website des Nationalparks steht es außerdem als PDF zum Download zur Verfügung. Dort
findet sich außerdem der Veranstaltungskalender, in dem Gäste gezielt nach interessanten
Angeboten suchen können und auch gleich online eine Buchungsanfrage stellen:
www.nationalpark-schwarzwald.de/veranstaltungskalender.