Mark Lerandy, Coach des Fußball-Oberligisten SV Oberachern, hofft, mit seiner Mannschaft im Juli wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen zu können. | Foto: Steuerer

Fußball-Oberliga

Oberacherns Trainer Mark Lerandy ist mit seinem Team im Ruhemodus

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Der SV Oberachern steht in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg mit 32 Punkten auf Platz fünf und es ist kaum davon auszugehen, dass sich daran in der Saison 2019/20 noch etwas ändert.

Trainer Mark Lerandy kämpfte mit seinen Schützlingen letztmals am 7. März bei der 0:1-Niederlage in Neckarsulm um Punkte, seither ruht der Spielbetrieb und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass er in dieser Runde auch nicht mehr aufgenommen wird. „Wir sind im Ruhemodus und warten auf ein Signal, wann es wieder weitergeht“, sagt Lerandy. „Die Spieler halten sich individuell fit. Da die Plätze gesperrt sind, machen wir kein Kleingruppentraining.“

Vertragsgespräche laufen

Die Vertragsverlängerung mit dem Trainer wurde derweil noch nicht offiziell bestätigt, laut Lerandy finden aktuell abschließende Gespräche mit der Vereinsführung statt. Dabei sieht er die klare Tendenz, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt wird. Lerandy ginge dann ins dritte Jahr als Oberacherner Cheftrainer.
Die Rückkehr ins Mannschaftstraining ist für Juli geplant, wobei noch ungewiss ist, wie es im südbadischen Pokal weitergeht. Eigentlich sollte Oberachern am 9. April im Halbfinale beim SC Lahr antreten, was von der coronabedingten Zwangspause aber verhindert wurde.

Das Ziel ist, den Kader im Wesentlichen zusammenzuhalten.

            Mark Lerandy, Trainer des SV Oberachern

Angesichts der unklaren Lage haben sich die SVO-Verantwortlichen bislang auf dem Transfermarkt zurückgehalten. „Wir waren vor dem Hintergrund der ungewissen Situation nicht so aggressiv wie andere Vereine auf dem Transfermarkt unterwegs“, sagt Lerandy. „Das Ziel ist, den Kader im Wesentlichen zusammenzuhalten und ihn mit ein bis zwei gestandenen Akteuren zu verstärken.“

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Ein Mann für die Zukunft ist der 19-jährige Mittelfeldspieler Anton Roth, der vom Landesligisten SV Stadelhofen nach Oberachern wechselt. „Er ist ein junger Mann, der aus der Region kommt. Er kann sich bei uns weiterentwickeln und soll an die Oberliga-Mannschaft herangeführt werden“, zeichnet Lerandy die Perspektiven des Zugangs auf, der aus Oberkirch stammt und die Jugendabteilung des Offenburger FV durchlief.

Harry Föll wechselt nach Villingen

Nicht mehr dabei ist in der kommenden Saison Harry Föll. Der 22-Jährige schließt sich dem Liga-Konkurrenten FC Villingen an. „Wir hätten ihn gerne gehalten, aber er geht auf die Polizeischule in Schwenningen, was den Wechsel nach Villingen nachvollziehbar macht“, bedauert Lerandy den Abgang des Mittelfeldakteurs, der beim SC Freiburg und FC Heidenheim ausgebildet wurde, bei Hansa Rostock Profiluft schnupperte und auch schon für den SV Linx aktiv war.

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Noch nicht sicher ist, ob Gabriel Gallus beim SV Oberachern weitermacht. Die Verhandlungen mit dem Mittelfeld-Regisseur laufen. „Es kann in alle Richtungen gehen“, sieht Trainer Lerandy die sportliche Zukunft des Leistungsträgers als „offen“ an.