Das mutmassliche Tatfahrzeug - eine VW-Luxuslimousine. | Foto: Pol

Vier Verdächtige identifiziert

Polizei in Lahr schnappt Geldautomaten-Bande

Anzeige

Die Polizei in der Ortenau hat eine Geldautomaten-Bande geschnappt, die ihr im Juni nach einer halsbrecherischen Verfolgungsfahrt noch durch die Lappen gegangen war. Wie die Fahnder erst jetzt berichteten, erfolgte der Schlag gegen die Tätergruppe durch die Ermittlungsgruppe „Phaeton“ bereits Mitte Oktober.

Polizeifahrzeuge mit „Krähenfüßen“ lahmgelegt

Nach der Sprengung eines Geldautomaten im Lahrer Stadtteil Sulz am 8. Juni hatten sich mehrere Polizeifahrzeuge an das Fluchtfahrzeug der Bande geheftet, berichtete die Kripo. Bei der halsbrecherischen Verfolgungsfahrt  hätten die Flüchtenden damals mehrere Polizeifahrzeuge durch sogenannte ´Krähenfüße´ außer Gefecht gesetzt. Damals blieb den alarmierten Fahndern nur das Nachsehen, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Wie hoch die Beute der Bande war, wollen die Ermittler nicht preisgeben.

Mehrere Wohnungen der Geldautomaten-Bande durchsucht

Durch umfangreiche Recherchen sei es den Kripofahndern gelungen, vier Verdächtige zu identifizieren, hieß es in einer Mitteilung.  Die Männer stünden im Verdacht, „bei der Tat in Lahr-Sulz vor Ort selbst mitgewirkt oder die Täter logistisch unterstützt zu haben“. Bereits Mitte Oktober habe die Kripo mehrere Wohnungen im Raum Lahr durchsucht. Dabei seien „umfangreiche Beweismittel zur Sprengung des Geldausgabeautomaten“ in Lahr-Sulz beschlagnahmt worden. In einem der durchsuchten Gebäude seien auch Betäubungsmittel gefunden worden.

Ein Haftbefehl wegen Bandendiebstahl

Die tatverdächtigen Männer zwischen 20 und 41 Jahren seien festgenommen worden. Bis auf den 20-jährigen wurden die Männer jedoch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Im Fall des jungen Mannes sind die Beweise dagegen wohl so eindeutig, dass das zuständige Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion erließ.

Untersuchungen dauern noch

Die Untersuchung der aufgefundenen Beweismittel sei noch nicht abgeschlossen, die Ermittlungen dauerten an, heißt es in der Meldung weiter. Eine Beteiligung der Männer an der Sprengung von Geldautomaten in Offenburg und Rheinau-Linx Mitte September werde nach den bisherigen Ermittlungen ausgeschlossen.