Ulm bei "Unser Dorf hat Zukunft"
Idyllisch gelegen am Fuß des Schwarzwaldes mit Blick bis ins Elsass ist Ulm. Nach dem Besuch der Kommission am Dienstag ist der Ort jetzt als Sieger im Landeswettbewerb von „Unser Dorf hat Zukunft“ bekanntgegeben worden. | Foto: Sandra Neuburger

Sieger im Landeswettbewerb

Renchen-Ulm ist ein „Dorf mit Zukunft“

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Der Renchener Stadtteil Ulm ist Sieger im Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Damit qualifiziert sich der Ort für den Bundeswettbewerb. Vier Dörfer erreichten Gold- und fünf Dörfer Silbermedaillen, teilt das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit. „Gerechnet haben wir nicht damit, aber wir sind mit einem sehr guten Gefühl aus dem Besuch der Kommission herausgegangen“, sagt Katharina Reinheimer, die Ortsvorsteher Roland Boldt vertritt.

Motto „Gemeinschaft lebenswert gestalten“

„Das ist eine super Bestätigung für unsere Gemeinschaft und das Ehrenamt“, sagt sie. Das Motto „Gemeinschaft lebenswert gestalten“, mit dem Ulm angetreten war, versuche man nicht erst seit dem Wettbewerb, sondern schon seit Jahren umzusetzen. „Wir wollten uns ungeschminkt zeigen und nicht extra die Straßen fegen und die Mülleimer leeren“, so Katharina Reinheimer weiter. Trotzdem sei natürlich viel Vorarbeit vor dem Besuch der Landeskommission geleistet worden. Direkt im Anschluss daran seien bereits erste Ideen für neue Projekte entstanden, die bald besprochen werden sollen.

Insgesamt 28 Dörfer haben sich beworben

Die Landeskommission hatte in der vergangenen Woche von 11. bis 15. Juni die neun Dörfer der Endrunde des Landesentscheids besucht und bewertet, in Ulm war das Gremium wie berichtet am Dienstag, 12. Juni. Landesweit beteiligten sich 28 Dörfer an der 26. Auflage des Wettbewerbs. Ihre Auszeichnungen bekommen die Teilnehmerorte des Landeswettbewerbs am 27. Oktober in Ludwigsburg überreicht. Unter ihnen sind auch mehrere Orte aus der Region: Eine „Goldmedaille für herausragendes Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat“ erhält Langenbrand (Forbach), eine Silbermedaille geht an Sulzbach (Gaggenau). Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen erhalten Schutterzell (Neuried), Selbach (Gaggenau) und Weitenung (Bühl). Der Bundesentscheid findet im Jahr 2019 statt.

Bürger gestalten ihr Lebensumfeld mit

Es sei beeindruckend, was sich in den Teilnehmerdörfern bewegt habe und welche Impulse von diesem Wettbewerb ausgehen, so Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. „Die Bürger entwickeln gemeinsam mit der Verwaltung Konzepte für eine lebenswerte Zukunft ihres Dorfes und bringen sich in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes ein. So gestalten sie etwa Treffpunkte für die Dorfgemeinschaft, organisieren Nachbarschaftshilfe oder setzen sich für die Erhaltung einer attraktiven Landschaft ein“, erklärte Hauk.

Aktive Dorfgemeinschaften als „großes Plus“

Der Wettbewerb habe einen ganzheitlichen Ansatz. Die Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte werde ebenso behandelt wie wirtschaftliche Initiativen oder die von der Dorfgemeinschaft erbrachten Leistungen in kulturellen und sozialen Bereichen. Auch eine ansprechende Baugestaltung oder die Erhaltung intakter Natur sollen zur Attraktivität der Orte beitragen. „Aktive Dorfgemeinschaften sind ein großes Plus des Ländlichen Raums in Baden-Württemberg. Sie stellen eine hervorragende Grundlage für die Umsetzung von politischen Initiativen und Förderprogrammen dar, wie etwa des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR)“, so der Minister weiter.