Gregor Bühler wurde von Rolf Hauser als Bürgermeister von Sasbach vereidigt. | Foto: Roland Spether

Neuer Bürgermeister in Sasbach

„Sie werden gehört werden“

Anzeige

Von Roland Spether

„Ich bin stolz hier stehen zu dürfen, dies im Bewusstsein vor der großen Verantwortung und den Herausforderungen aber zugleich demütig und voller Respekt vor diesem höchst verantwortungsvollen Amt.“ Bürgermeister Gregor Bühler ist seit Montag offiziell vereidigter und verpflichteter Bürgermeister von Sasbach. Der erste stellvertretenden Bürgermeister Rolf Hauser nahm im Auftrag des Landratsamts Ortenau die Vereidigung und Verpflichtung vor, nachdem er den Wahlprüfungsbescheid und das Wahlprüfungsergebnis verlesen hatte. Es gab keine Beanstandungen, die Wahl war gültig und deshalb es auch keine Hinderungsgründe, diesen amtlichen Akt vorzunehmen und Gregor Bühler als neuen Bürgermeister der Gemeinde zu begrüßen.

„Ich wünsche Ihnen Geduld“

„Wir wünschen Ihnen, dass sie die bisherige Energie auch positiv durch ihre neue Aufgabe trägt“, so Rolf Hauser, der auch gleich einige große Themen von Kindergartenneubau in Obersasbach über das Neubaugebiet in Sasbach bis zur Aufstellung des Haushalts aufzeigte. „Ich wünsche Ihnen Geduld für Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, Wertschätzung für alles, was wir haben und Toleranz gegenüber jenen, die auch einmal anderer Meinung sind“, so Rolf Hauser.

Heute ist ein unglaublicher Tag für mich

„Heute ist ein unglaublicher Tag für mich“, so Gregor Bühler, der sich bei allen Bürgern dafür bedankte, dass sie ihm Aufgaben übertragen haben und damit auch zutrauen, ihre Gemeinde zu vertreten und zu führen. „Ich werde denen, die mich gewählt haben zeigen, dass sie am 8. Oktober die richtige Wahl getroffen haben. Ich werde aber auch diejenigen, die mir ihr Vertrauen nicht ausgesprochen haben versuchen zu überzeugen, dass es richtig ist mich als Bürgermeister zu haben.“

Dank an den Vorgänger

Bühler sicherte zu, sein Bestes zu geben, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Wenn nötig, werde er vieles zu „Chefsache“ machen, „ohne dabei über Einzelschicksale hinwegzugehen“. Wichtig war ihm, seinem im Saal anwesenden Vorgänger Wolfgang Reinholz zu danken, der ihn mit Respekt behandelte, was nach einer solchen Wahl nicht selbstverständlich sei. So war es ihm möglich, in Sitzungen, Arbeitskreisen und Versammlungen teilzunehmen und in Kommunikation mit den übergeordneten Instanzen in Stuttgart sowie in Personalgesprächen mitwirken zu können. Auch bei der Fahrt in die Partnergemeinde Mapello war er dabei. „Sie gaben mir den Freiraum, um mich einzubringen, was den Einstieg für alle enorm erleichtert. Das ist für Politiker nicht selbstverständlich.“

„Es geht um ein gemeinsames politisches Handeln“

Die Gemeinderäte bat er, ihn zu unterstützen, denn es gehe um ein gemeinsames politisches Handeln, um ein Miteinander und Füreinander und nicht um die Interessen von Individuen. „Wir im Gemeinderat müssen vorweggehen, denn sonst können wir diese essenziellen Werte im Umkehrschluss auch nicht fordern. Denn der Gemeinderat als höchstes Gremium unserer Gemeinde hat die Verantwortung“, sagte Gregor Bühler. In dem Wort Verantwortung stecke auch das Wörtchen „Antwort“, diese müsse gegeben werden, gerade auch in dem Bewusstsein, dass jede Zeit neue Antworten brauche. Er könne sicherlich nicht alle Wünsche erfüllen, aber er sicherte allen Mitarbeitern und Bürger zu, offen für ihre Fragen und Themen zu sein: „Sie werden gehört werden.“

 

Sieben Punkte umfasst das Leitbild von Gregor Bühler für seine künftige Arbeit: 1. Wir sind weltoffen und bereit für Veränderungen; 2. Wir sind solidarisch gegenüber jedem der nicht die gleichen Voraussetzungen hat; 3. Wir müssen die Wirtschaft als finanzielles Rückgrat verstehen – welches gestärkt werden muss. Wir brauchen eine Vielzahl an unterschiedlichen Unternehmen und einen zukunftsfähigen Branchenmix. Denn nur so können wir den kommenden konjunkturellen Schwankungen standhalten; 4. Wir arbeiten mit anderer Kommunen, speziell Umlandgemeinden und Institutionen konstruktiv zusammen. Nur so erreichen wir auch die gemeinsamen Ziele; 5. Wir sind mündige Bürger und Demokraten und wollen uns in demokratische Prozesse einbinden; 6. Wir engagieren uns gerne ehrenamtlich – zum Wohle der Gemeinschaft, in der wir alle leben möchten. 7. Außerdem möchte ich, dass die Beschäftigten in der Administration gerne zur Arbeit gehen und gefordert und gefördert werden. Die Bürger sollen die Verwaltung als Aushängeschild ihrer Gemeinde sehen.