VON INNEN wird die Skihütte von der bislang rein funktionalen Ausstattung einen krassen Wandel in Richtung Lodge-Atmosphäre erfahren. Dabei wird nach Auskunft der Planer auch in den Zimmern ein Vintage-Einfluss spürbar sein. | Foto: Animation Glaser & Glaser

Schwarzwaldhochstraße

Skiherberge auf Hundseck wird zur Lodge umgebaut

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Von wegen Schwarzwaldtanne und Hirschgeweih sind angestaubte Tourist-Reliquien aus dem vorigen Jahrhundert: Der Schwarzwald ist wieder in Mode, also hip. Aber es fehlen immer noch die hippen Unterkünfte, die auch für eher sporadische Mountainbiker, Entspannung suchende Wanderer und vor allem naturverbundenen jungen Familien eine vernünftige Verpflegung mit günstiger Unterbringung ermöglichen. Jetzt gibt es auf Hundseck ein neues Projekt: Die ehemalige Hütte des Skiclubs Bühlertal wird von den neuen Eigentümern Martin und Florian Meier modernisiert.

Unterdessen sind in der ehemaligen Skihütte des SC Bühlertal auf Hundseck die Handwerker am Wirken. Auch ambitioniert: Bereits im Mai sollen die ersten Gäste in der Lodge bewirtet werden. „Wir haben uns da ein Projekt zurecht gelegt, das uns am Herzen liegt und das uns Spaß macht“, freut sich Martin Meier.

Der Geschäftsführer des Bühler Marketing-Unternehmens TeamHaus redet bei dem Projekt Skihütte nicht über eine Kopfgeburt, sondern über „eine Sache, die uns ans Herz gewachsen ist, seit wir mit Erfolg und Spaß beim Betreiben unserer Ferienwohnungen erlebt haben, wie schön es ist, wenn man Gäste glücklich machen kann. Und an erster Stelle steht die entspannte Atmosphäre und die Gemütlichkeit einer Lodge.“

Hohe Investition

Bis es soweit ist, liegt noch eine Menge Arbeit an, bis die betagte Skihütte – sie wurde 1974 direkt neben der Schwarzwaldhochstraße auf Hundseck erbaut – den Vorstellungen von Martin Meier und Sohn Florian entspricht. Mehrere hunderttausend Euro werden bis zum Frühjahr in den markanten Bau mit dem Blechdach fließen. „Außen gibt es bis auf eine Treppe an der Fassade hinauf zu einer großen Terrasse keine signifikanten Veränderungen“, erklärt Florian Meier.

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Innen dagegen Komplettumbau: Gemäß den Voraussetzungen werden aus großen Zimmern Mehrbett-Zimmer bis hin zu Doppel- und Einzelzimmern, verbunden mit unterschiedlichen Preisniveaus. Insgesamt werden ab Frühjahr in den 15 geplanten Zimmern wohl bis zu 40 Gäste beherbergt.

Neue Zielgruppe

„Und da sind wir schon bei unserer Zielgruppe, die bislang an der Schwarzwaldhochstraße nicht betreut wird. Wir machen ein umfassendes Angebot für Wanderer, Biker, Tagesgäste, Skifahrer, Ausflugs-Touristen und für junge Familien mit den vielen Aktivitäten“, schwärmt Martin Meier auch vom „Wellness-Bereich, der allerdings in einer moderaten Ausgestaltung mit Sauna und Dampfbad im Untergeschoss des Holzhauses zu finden sein wird.“

Zum ausgeklügelten Konzept der Lodge zählt auch der gastronomische Bereich, bei dem die Betreiber auch auf Kooperation durch Zulieferung örtlicher Betriebe sowie Caterer setzen. „Geplant sind eine regional geprägte Küche, die sich über das Frühstücks-Buffett hinaus auf zwei Speisen plus Kaffee und Kuchen über den Tag erstreckt“, erklärt Florian Meier.

Rummel ist nicht gefragt

„Es soll hier vor allem die Entspannung und Aktivität im Vordergrund stehen. Sozusagen eine Wohlfühl-Oase inmitten der Natur mit all ihren Möglichkeiten, die diese eben dort oben je nach Jahreszeit so bietet. Die Leute sollen einfach einmal runterkommen und in eine andere Welt eintauchen, die ihnen einfach gut tut“, findet Martin Meier. „Ich will da oben keinen Zirkus.“