Renchener Sternsinger in Berlin: Von links Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ Mirko Boldt, Laura Baudendistel, Bundeskanzlerin Angel Merkel, Annalena Kornmeier, Mandy Lauk, Lisi Maier, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), sowie Pastoralreferent Thomas Stiebitz (Renchen) | Foto: Kindermissionswerk

Königliche Gäste

Sternsinger aus Renchen bei Empfang der Bundeskanzlerin

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Laura Baudendistel, Annalena Kornmeier, Mandy Lauk und Mirko Boldt hatten eine besondere Mission in Berlin: Die Renchener Sternsinger haben beim traditionellen Empfang im Bundeskanzleramt die Erzdiözese Freiburg vertreten – Händeschütteln mit Bundeskanzlerin Angela Merkel inklusive.

Von unserem Mitarbeiter Roland Spether

„Vielleicht hat auch jemand von euch Sternsingern eine Schatulle, mit der er zu mir kommen könnte, damit ich meinen Obolus beitragen kann“. Bundeskanzlerin Angela Merkel griff in ihre Jackentasche, zog ein kleines Kuvert hervor und legte es in eine Schatulle als ihre Spende für die Sternsingeraktion. Die Sammelbüchse gehörte zwar nicht den Sternsingern aus Renchen, doch die „Heiligen Drei Könige“ aus der Grimmelshausenstadt waren als Repräsentanten der Erzdiözese waren ganz nah dabei im Kanzleramt und erlebten am Dienstagvormittag, wie Angela Merkel beim traditionellen Empfang der Bundeskanzlerin ihre persönliche Spende machte und sich damit an der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kinder für Kinder beteiligte.

Persönliche Begrüßung

Doch die Renchener Sternsinger Laura Baudendistel, Annalena Kornmeier, Mandy Lauk, Mirko Boldt und Pastoralreferent Thomas Stiebitz kamen der Kanzlerin noch näher, sie wurden von ihr persönlich begrüßt, durften ihr die Hand geben und zur Krönung des Ganzen und eines wundervollen und unvergesslichen Tages bei der Bundeskanzlerin und inmitten von Sternsingern aus ganz Deutschland erleben.

Einmaliger Moment

Den Renchener Jugendlichen war es anzumerken, dass nun ein ganz großer und in ihrem Leben einmaliger Moment auf sie zukommt. Die Kanzlerin begrüßte jeden sehr freundlich, die Medienvertreter durften ihre Fotos machen und die „Renchener Könige“ strahlten so hell wie der „Stern von Bethlehem“. Die leckeren „Renchener Meteoriten-Splitter“ als „Mitbringsel“ konnte die Gruppe der Bundeskanzlerin zwar nicht persönlich überreichen, aber die gebrannten Mandeln der Geschmacksrichtung „Zimt mit Kakao“ in Erinnerung an das sehr seltene Himmelsschauspiel des Meteoritenfalls vom 10. Juli 2018 wurde im Kanzleramt zur Weiterleitung an Angela Merkle übergeben – und vielleicht nascht sie auch davon.

Optimismus und Fröhlichkeit

„Ich freue mich jedes Jahr, wenn ihr kommt, den Segen Gottes bringt und das Kanzleramt mit euren Liedern und Königskostümen bunt und Optimismus und Fröhlichkeit in das neue Jahr ausstrahlt“, so Angela Merkel. „Wenn ihr in ganz Deutschland von Haus zu Haus zieht, dann pflegt ihr einen schönen Brauch, engagiert euch für andere Kinder und macht auf ganz wichtige Themen aufmerksam“. Dabei ging die Bundeskanzlerin auf das Jahresthema „Segen bringen, Segen sein! Frieden im Libanon und weltweit“ ein und berichtete aktuell, dass auch sie sich als Bundeskanzlerin zu Beginn des neuen Jahre und mit Blick auf die Krisenherde Irak und Iran gleich mit dem Thema Frieden beschäftigten musste. „Es ist gut zu wissen, dass es nicht nur Politiker gibt, die sich für den Frieden einsetzen, sondern auch Ihr“.

Kleines Licht der Hoffnung

Dabei bezeichnete es die Bundeskanzlerin als „großes Glück“, dass Menschen seit 75 Jahren in Deutschland und Europa in Frieden leben dürfen. „Aber viele Menschen auf der Welt haben dieses Glück nicht“. Umso wichtiger sei es, das Hilfswerke wie das Kindermissionswerk und die Sternsinger darauf aufmerksam machen, wo Gewalt und Krieg herrschen und wie man helfen kann. Jedes fünfte Kind würde in einem Land mit kriegerischen Konflikten leben, so die Bundeskanzlerin, die sich sehr dankbar darüber zeigte, dass die Sternsinger jedes Jahr über 50 Millionen Euro sammeln und damit alljährlich zirka 2.000 Projekte finanzieren. „Euer Engagement ist wie ein kleines Licht, das Hoffnung bringt“. So würden die Sternsinger die Botschaft von Haus zu Haus tragen „jeder kann etwas für den Frieden tun, wir brauchen Nächstenliebe, damit die Menschen in der Welt zusammen halten“. Dies gelinge durch Freundschaft und in dem Menschen aufeinander zugehen und sich vertrauen“.