2 240 Entbindungen gab es im laufenden Jahr am Mutter-Kind-Zentrum in Offenburg.
2 240 Entbindungen gab es im laufenden Jahr am Mutter-Kind-Zentrum in Offenburg. | Foto: Arno Burgi

Mehr späte Schwangerschaften

Auch 2019 über 4000 Geburten in der Ortenau

Anzeige

Die Zahl der im Ortenau Klinikum zur Welt gekommenen Kinder übersteigt auch 2019 wieder die Grenze von 4 000. Mit rund 4 020 Geburten in 2019 liegt die Zahl auf dem gleich hohen Niveau wie den geburtenstarken Vorjahren. Aufgrund einer strukturellen Besonderheit liegt die Zahl der Kaiserschnitte am Standort Offenburg konstant über dem Bundesschnitt.

Die meisten Kinder im Ortenaukreis kommen in der geburtshilflichen Abteilung am Ortenau Klinikum in Offenburg zur Welt. Rund 2 240 Kinder verzeichnet die Abteilung 2019.

An zweiter Stelle liegt das Ortenau Klinikum Achern-Oberkirch mit den Geburtshilfen an beiden Standorten. Hier kommen voraussichtlich rund 1 030 Kinder zur Welt. In Lahr werden es zum Jahresende rund 750 Neugeborene sein.

Weiterlesen: In der Ortenau fehlen viele Pflegekräfte

Bisherige Abteilung Oberkirch wird in Achern integriert

In Achern hat zum 1. Oktober 2018 eine Hauptabteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe ihre Arbeit unter der Leitung von Chefarzt Felix Liber die Arbeit aufgenommen.

Zum Beginn des Jahres 2020 wird die bisherige Geburtshilfe am Ortenau Klinikum in Oberkirch in die Hauptabteilung in Achern integriert.

Auch interessant: Geschäftsführer des Ortenau-Klinikums im Interview – wo sind die ambulanten Patienten geblieben?

Das Ortenau Klinikum setzt damit den Beschluss des Kreistages zu den Strukturoptimierungen im Rahmen der Klinikreform Agenda 2030 um.

Belegabteilung in Oberkirch hat Betrieb eingestellt

Die bisherigen Belegabteilung hat ihren Betrieb zum 18. Dezember in Oberkirch eingestellt – derzeit freilich gibt es wie berichtet noch Probleme, die erforderlichen U2-Untersuchungen der Kinder sicher zu stellen.

Weiterlesen: Um die Geburtshilfe Achern wird weiter gestritten

„Die Geburt eines Kindes ist etwas ganz Besonderes – und etwas ganz Natürliches. Deshalb zählt es zur Philosophie unserer geburtshilflichen Kliniken, der Natur bei der Geburt möglichst freien Raum zu lassen“, erläutert Andreas Brandt, Chefarzt der Frauenklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg.

Geburtshilfen zukünftig in Achern, Lahr und Offenburg

„Als Geburtshelfer möchten unsere Ärzte und Hebammen in den Ablauf nur dann eingreifen, wenn die Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet ist.“

Für diesen Fall bietet der Klinikverbund mit seinen zukünftig drei Geburtshilfen in Achern, Lahr und Offenburg eine enge Zusammenarbeit aller geburtshilflichen Kliniken.

Das Mutter-Kind-Zentrum sei mit seinem Beleghebammensystem, der unmittelbaren Nähe von Kreißsaal und Kinder-Intensivstation sowie der Einstufung als Perinatalzentrum Level 1 eine der führenden Einrichtungen dieser Art im Land.

„Da alle Risikogeburten im Kreis nach Offenburg verlegt werden, ist der Anteil an Kaiserschnitten bei uns stets höher als der Bundesdurchschnitt“, so Brandt.

Frauen werden später schwanger

Auch den Trend zu einer späteren Schwangerschaft kann Brandt bei seiner Tätigkeit beobachten.

„Die Anzahl älterer Frauen, die schwanger werden, hat deutlich zugenommen. Das liegt zum einen am Wandel des Lebens- und Berufsbildes moderner Frauen, zum anderen an den umfassenderen Möglichkeiten in der Fertilitätsmedizin“, so der Gynäkologe.

In der Geburtshilfe in Offenburg lag das Durchschnittsalter der Mütter im vergangenen Jahr bei 30,7 Jahren.