Das Führungs- und Lagezentrum der Polizei soll in den Anbau einziehen, der nun gebaut werden kann. | Foto: red

Freigabe vom Land

Zwölf-Millionen-Anbau für Offenburger Polizeipräsidium kann kommen

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Nach einer jahrelangen Hängepartie hat das Land die Arbeiten zur Erweiterung des Offenburger Polizeipräsidiums freigegeben. Der Anbau soll rund 12,4 Millionen Euro kosten und in zwei Jahren fertig sein. Er wird direkt im Anschluss an das Präsidiumsgebäude in der Offenburger Oststadt entstehen.

„Keine Überraschungen“ für Mitarbeiter

Nach Abschluss der Arbeiten sollen in Baden-Baden und Rastatt arbeitende Kripobeamte nach Offenburg versetzt werden, das bislang von der Kriminalpolizei genutzte Gebäude in der Rauentaler Straße in Rastatt wird voraussichtlich aufgegeben. Für die Mitarbeiter werde es keine Überraschungen geben, sagt Patrick Bergmann, einer der Sprecher des Präsidiums. Es werde nur das umgesetzt, was im Zuge der landesweiten Polizeireform beschlossen und verkündet wurde.

Gebäude in Rastatt wird aufgegeben

Der Neubau in Offenburg kommt rund zwei Jahre später als erwartet. Grund dafür ist, dass die Struktur der Präsidien nach dem Regierungswechsel in Stuttgart noch einmal auf den Prüfstand gestellt worden war. Nun aber hat das Land die Baufreigabe für das längst fertig geplante Gebäude gegeben.
Es schließt sich an der Stirnseite des in einer umgebauten Kaserne auf La Horie untergebrachten Polizeipräsidiums an.

Platz für Führungs- und Lagezentrum

Einziehen wird in den Neubau zuvorderst das Führungs- und Lagezentrum. „Hier laufen alle Fäden zusammen, um tausende polizeiliche Einsätze zu bewältigen“, wird Innenminister Thomas Strobl am Freitag in einer Pressemitteilung zitiert. Ebenfalls in den Neubau kommen die Kriminaltechnik sowie der Polizeipräsident und sein Stab, während im jetzigen Präsidiumsgebäude die für die Öffentlichkeit zugänglichen Bereiche konzentriert würden, wie es am Freitag weiter hieß.

Kripobeamte müssen umziehen

Nach Offenburg umziehen werden nicht nur Kripobeamte aus Rastatt und Baden-Baden, sondern auch die bislang im Offenburger Revier im so genannte Königshof untergebrachten Kriminalpolizisten. Zur Zahl der betroffenen Beamten konnte Bergmann am Freitag keine Angaben machen.

Es fehlt an Parkplätzen

Ein Thema dürfte mit dem Bezug des Neubaus die ohnedies angespannte Verkehrssituation in der Offenburger Oststadt werden. Während in dem Gebäude voraussichtlich 150 Arbeitsplätze eingerichtet werden, ist nur die Ausweisung von 45 Parkplätzen vorgesehen – und dies in einem Offenburger Stadtteil, der durch die Konversion des Kasernenareals und durch die Nähe des Krankenhauses bereits täglich zugeparkt ist.

Vorsorge gegen Baurisiken

Das Land rechnet für den Neubau mit Kosten von 12,35 Millionen Euro. Gleichzeitig sei Vorsorge für mögliche Risiken während des Bauablaufs getroffen worden, hieß es aus dem Finanzministerium. Finanzministerin Edith Sitzmann nannte den Anbau mit seinem Führungs- und Lagezentrum „das Herzstück des Polizeipräsidiums“.