Achern feiert das Fest der Feste: Alle zwei Jahre verwandelt sich die Innenstadt in eine riesige Partymeile. | Foto: Roland Spether

Viele Besucher

Gute Stimmung beim Acherner Stadtfest

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Rekorde am Fließband präsentierte das Acherner Stadtfest. Oberbürgermeister Klaus Muttach zapfte zum Auftakt des Stadtfestes mit einem kräftigen Hammerschlag das Freibierfass an. Cheforganisator Hans-Peter Vollet verbuchte bereits beim Aufbau am Freitag auf seiner Bewegungs-App 31.351 Schritte. „Das sind 21 Kilometer.“

Von Roland Spether

Diese Topleistungen setzten sich bei den Festwirten fort, die Pfannen und Töpfe standen schon kurz nach dem Auftakt unter Volldampf. Narrhalla-Präsident Ralph Kiefer fragte sich besorgt, ob die 250 Kilogramm Spare Ribs bis Sonntagabend reichen würden.

Auch gegenüber im „Schlemmergarten“ des Gamshurster Chors „achorat“ purzelten die Rekorde. Am ersten Festtag bilanzierte der Vorsitzende Gerold Bahls folgende Mengen: 650 Flammkuchen, 100 Kilogramm Pommes, 40 Kilogramm Champignons, 400 Rindswürste, 350 Liter Bier und 40 Liter Lillet Wild Berry.

Zielsicher beim Fassanstich

„Ich habe schon ein mulmiges Gefühl.“ Oberbürgermeister Klaus Muttach war schon vor dem Anzapfen des großen Freibierfasses der Brauerei Bauhöfer in bester Feierlaune. Kaum hielt er den schweren Holzhammer in seinen Händen, da wanderte der Zapfhahn fast von selbst in das Spuntloch. Daumen, Bierkrug und Hahn blieben heil und das Freibier floss in Strömen.

„Ozapf isch, das Stadtfest ist eröffnet“ schallte es über den Marktplatz. Der war zu diesem Zeitpunkt mit groovigem Percussion-Sound der Formation „Heavy Mallet“ der Musikschule schon gut gefüllt.

Unser OB bekommt immer wieder die Kurve

Übrigens nicht nur beim Fassanstich war Klaus Muttach zielsicher: Nachdem er am Steuer eines Karts durch die Slalomstrecke düste, war ihm das Lob der Profis vom Motorsportclub Hornisgrinde sicher: „Von wegen Schleuderkurs – unser OB bekommt immer wieder die Kurve“.

Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Besucher herbei. Das Festwetter mit angenehmen Temperaturen hätte für die Party-Stimmung in der ganzen Stadt und rund um die sechs Bühnen mit Musik, Sport und Tanz nicht besser sein können. Die 80 Festwirte und Standbetreiber zwischen Adlerplatz, Stadtgarten und Oberstadt freuten sich über eine rekordverdächtige Zahl von Besuchern.

„All You Need Is Beat“

Kurzum, die die ganze Innenstadt war eine einmalige Partyzone. Jugendbands rockten den Adlerplatz, auf der Stadtgartenwiese war von Fox bis Rock „Fete“ angesagt und im „Rockpalast“ in der Ratskellerstraße gab es keinen freien Platz mehr, als die legendäre Garagenband „Catfish“ in ihrem 35. Jubiläumsjahr fetziger denn je ihr Motto „All You Need Is Beat“ zum Klingen brachten.

Derweil patrouillierten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz entlang der Festmeile, waren für den Fall der Fälle bereit und hatten dank friedlich und fröhlicher feiernder Gäste fast nichts zu tun.