Seibelseckle
Wintersportler müssen am Seibelseckle in diesen Tagen Geduld mitbringen. Am Lift bildete sich eine lange Schlange. | Foto: Körner

Nach dem Wintereinbruch

Ansturm auf das Seibelseckle

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Der Winter ist da – und mit ihm die Skifahrer. Dicht an dicht stehen die Autos in dieser Woche am Seibelseckle, die Wartezeiten am Lift haben es in sich. In Heerscharen pilgern Wintersportler und Wanderer nach dem Schneefall zu Wochenbeginn ins Höhengebiet.

1 000 Wintersportler am Seibelseckle

Die Liftbetreiber freut’s: „Es ist kalt, der Schnee gut, die Aussichten klasse“, sagt Markus Huber von der Waldgenossenschaft Seebach, während er Skifahrern und Snowboardern in den Schlepplift hilft. An diesem Tag bleibt kaum einer leer. Nach dem Wintereinbruch zog es schon am Dienstag rund 1 000 Menschen ans Seibelseckle, wo sich der Neuschnee knöchelhoch auf die in den Wochen zuvor maschinell erzeugte Grundlage von 30 Zentimetern gelegt hatte.

Schneekanonen laufen weiter

Bei teils eisigen Temperaturen laufen die Kanonen in den kommenden Tagen weiter: „Wir beschneien, solange es kalt ist“, kündigt Huber an – Tag und Nacht. Je dicker die Schneedecke, desto längere Wärmeperioden kann sie überstehen.

Gutes Weihnachtsgeschäft

Seit Mitte Dezember ist der Lift am Seibelseckle durchgängig in Betrieb, schon das Weihnachtsgeschäft lief nach Angaben von Huber zufriedenstellend. Nun aber hat ein regelrechter Ansturm auf den höchst gelegenen Hang im Nordschwarzwald eingesetzt, der sich nicht nur auf der Piste bemerkbar macht. Der Skiverleih-Raum der Seebacher Firma Sport Kern platzt aus allen Nähten. „Ein extremer Tag“, sagt Reinhard Roth, der Bestellungen entgegennimmt, Skibindungen einstellt und Snowboard plus Schuhe an die ungeduldigen Wintersportler aushändigt.

Sobald Schnee liegt, geht’s los.

Viele von ihnen stehen zum ersten Mal in diesem Winter auf den Brettern, sie zieht es hinaus auf die Piste. „Die Kinder haben schon gedrängelt, als der Schnee nicht kam“, erzählt Stefan Unterkoffler, der extra aus Nagold ans Seibelseckle gefahren ist, „bisher war der Winter eine Katastrophe, jetzt sind wir alle heiß aufs Skifahren.“

Derweil hat sich Alexander Beuchert schon in die Schlange am Lift eingereiht. Die lange Wartezeit tut seiner Laune keinen Abbruch. „Ich nehme es, wie’s kommt“, sagt der begeisterte Skifahrer aus Bühl. Für ihn gilt die Devise: „Sobald Schnee liegt, geht’s los.“

Skikurse beginnen mit Verspätung

Das Warten hat auch für die Teilnehmer der Skikurse ein Ende. „Eigentlich wollten wir schon früher anfangen“, erzählt Marcel Fischer, Vorsitzender des SC Seebach. Nachdem ihnen vergangene Woche noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht habe, sei er nun froh, dass die Kurse laufen. Während die fortgeschrittenen Kinder schon mit dem Lift fahren, machen die Kleinsten etwas abseits am unteren Teil des Hangs ihre ersten zaghaften Schwünge auf zwei Brettern. „Manche fahren zum ersten Mal Ski“, sagt Fischer. Man sehe sich nicht als reiner Rennverein. Vorrangiges Ziel seines Vereins sei es, „die Kinder fürs Skifahren zu begeistern.“

Skibrille empfohlen

Nach den Eindrücken dieser Tage vom Seibelseckle, wo der Nachwuchs zahlreich und mit viel Begeisterung bei der Sache war, gelingt dies blendend. Weiter oben auf der Piste tummeln sich versierte Skifahrer und Snowboarder. Dort schießen fünf Schneekanonen die weiße Pracht über den Hang. Ihre Skibrille sollten Wintersportler deshalb auf jeden Fall mitbringen. Und, bei aller Vorfreude, auch ein wenig Geduld.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Liftbetrieb am Seibelseckle, Mehliskopf, Ruhestein, Unterstmatt, Hundseck, Dobel und Kaltenbronn.