Streifenwagen
Drei Menschen wurden verletzt, als ein flüchtender Autofahrer diesen Streifenwagen der Polizei bei Willstätt rammte. | Foto: Lukas Habura

Drei Menschen werden verletzt

Autofahrer rammt Streifenwagen bei Willstätt

Ein Autofahrer hat am späten Dienstagabend mit hoher Geschwindigkeit einen Streifenwagen auf der Bundesstraße 28 bei Willstätt gerammt. Dabei wurden zwei Polizisten und der Unfallverursacher verletzt. Der Sachschaden geht in die Zehntausende. Nach ersten Ermittlungen ging der gefährlichen Fahrt des Mannes ein Beziehungsstreit im Renchtal voraus, berichtet die Polizei.
Um 20 Uhr meldete eine besorgte Frau aus dem Raum Oberkirch, dass sie soeben von ihrem ehemaligen Lebensgefährten bedrängt worden sei. Dabei, so die Anruferin, sei es auch zu Handgreiflichkeiten des Mannes gekommen. Dann sei er mit dem Auto davongefahren. Nur wenige Minuten nach dem Anruf der Dame meldete ein Autofahrer, dass er soeben von einem überholenden Peugeot im Tunnel der Bundesstraße 28 bei Oberkirch gerammt, aber glücklicherweise nicht verletzt wurde. Danach sei der Wagen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Autobahn davon gefahren.

Gefährliche Fahrt in Richtung Kehl

Kurz darauf gelang es einer Streifenwagenbesatzung, den Peugeot des flüchtenden Mannes zwischen Oberkirch und Nußbach ausfindig zu machen. Zahlreiche Versuche, den Wagen anzuhalten und den Fahrer zur Einsicht zu bewegen, scheiterten. In der Folge führte die gefährlich schnelle Fahrt über Appenweier und Urloffen zurück auf die Bundesstraße in Richtung Kehl.
Auf Höhe Willstätt, so berichtete die Polizei in der Nacht zum Mittwoch, währte die Flucht dann nur noch wenige Sekunden. Der 28-Jährige fuhr einem zur Unterstützung hinzugerufenen Streifenwagen mit hoher Geschwindigkeit auf. Während der Mercedes der Beamten durch die Wucht des Aufpralls neben die Fahrbahn ins Grün des Seitenstreifens katapultiert wurde, überschlug sich das Auto des

Der Wagen des Unfallverursachers blieb auf der Seite liegen.
Der Wagen des Unfallverursachers blieb auf der Seite liegen. | Foto: Lukas Habura

Unfallverursachers neben der Bundesstraße und kam letztlich auf einem Wirtschaftsweg auf der Seite liegend zum Stillstand. Die beiden Polizeibeamten wurden durch die Kollision leicht verletzt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Der Unfallverursacher zog sich schwere Verletzungen zu und wurde nach einer notärztlichen Erstversorgung ins Ortenauklinikum Kehl gebracht.

Seelische Ausnahmesituation?

Nach ersten Ermittlungen dürfte das Verhalten des 28-Jährigen auf Alkoholkonsum und möglicherweise auch auf eine seelische Ausnahmesituation zurückzuführen sein. Gegen den Mann wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Straßenverkehrsgefährdung aufgenommen.
Die B 28 musste zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge bis kurz nach 23.30 Uhr in Richtung Kehl gesperrt werden. Die Polizei bittet Autofahrer, die auf der wilden Flucht von dem Mann gefährdet wurden, sich zu melden.