Großbrand im Europapark Rust
Keine Hinweise auf Fremdverschulden: Der Brand im Europaa-Park wurde wohl durch einen technischen Defekt ausgelöst. | Foto:  Christine Gertler

Im Bereich Fjord-Rafting

Brand im Europa-Park: Ursache war technischer Defekt

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Der schwere Brand im Europa-Park Rust ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen technischen Defekt im Bereich der Attraktion „Fjord-Rafting“ zurückzuführen. Dies berichten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die kriminaltechnischen Erkenntnisse ließen darauf schließen, dass das Feuer im Bereich der Attraktion „Fjord-Rafting“ ausgebrochen sein dürfte. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor. Die technischen Auswertungen der Brandsachverständigen würden jedoch noch andauern und seien noch nicht endgültig abgeschlossen.

Trauer bei Europa-Park-Fans über „Piraten in Batavia“

Bei dem schweren Feuer war am vorvergangenen Wochenende ein Millionenschaden entstanden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Bei den Fans von Deutschlands größtem Freizeitpark herrscht vor allem große Trauer über die völlige Zerstörung der Attraktion „Piraten in Batavia“.

Rauchsäule war weit zu sehen

Durch den Brand am Abend des 26. Mai , der mit einer großen Rauchsäule von weit her zu sehen war, wurden der Niederländische Themenbereich, dessen Backstage-Bereich, sowie Teile des Skandinavischen Bereichs weitgehend zerstört. Mehr als 500 Einsatzkräfte waren in Rust vor Ort, davon 250 Feuerwehrkräfte, 150 des Rettungsdienstes, 50 des THW und etwa 50 Einsatzkräfte der Polizei.

Großeinsatz im Europapark: Dort brannte eine Lagerhalle. | Foto: Siegfried Neurohr

Betreiberfamilie Mack: Wir stehen alle unter Schock

Der Park öffnete schon am darauffolgenden Sonntag wieder seine Pforten. Die Betreiberfamilie Mack bedankte sich am heutigen Mittwoch in ganzseitigen Zeitungsanzeigen für den großen Zuspruch nach dem Brand. „Natürlich stehen wir alle unter Schock“, heißt es in der Mitteilung. Gerade die zerstörte Attraktion „Piraten in Batavia“ sei über Jahrzehnte mit viel Leidenschaft, Herzblut und Liebe zum Detail gestaltet worden. „Auch unsere Gäste haben viele schöne Kindheitserinnerungen an diese Attraktion.“

„Brand zu keinem schlechteren Zeitpunkt“

Ob die „Piraten in Batavia“ wieder aufgebaut werden, darauf wollen sich Roland Mack und seine Familie derzeit wohl noch nicht festlegen, obwohl es bereits zwei entsprechende Facebook-Gruppen sowie eine Petition mit aktuell fast 10000 Unterschriften gibt.Der Brand hätte zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können, betonen die Betreiber, denn mit den zwei aktuellen Großbaustellen „Rulantica“ und dem Umbau des französischen Themenbereich würden sie sich „in der angespannten Bausituation“ einer weiteren großen Herausforderung gegenüber sehen.

Roland Mack: Schwere Stunden sind hinter uns

Europa-Park-Motor Roland Mack hatte sich vor mehren Tagen bereits mit einer Video-Botschaft an die Gäste des Vergnügungsbetriebs gewandt.