Freude über die Wiederwahl: Von links Klaus und Roswitha Muttach, Angelika und Dietmar Stiefel sowie die Fraktionsvorsitzenden Karl Früh (CDU), Jutta Römer (ABL) und Thomas Kohler (Freie Wähler). | Foto: Michael Moos

Drei Gegenstimmen

Dietmar Stiefel bleibt Erster Beigeordneter in Achern

Anzeige

Dietmar Stiefel ist vom Gemeinderat als Erster Beigeordneter der Großen Kreisstadt Achern für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Allerdings gab es angesichts der drei Gegenstimmen einen kleinen „Schönheitsfehler“. Oberbürgermeister Klaus Muttach sprach dennoch von einem „herausragenden Ergebnis“ und versicherte: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“.

Geheime Wahl

Die geheime Wahl durch die Mitglieder des Gemeinderats hatten  zahlreiche Gäste im Bürgersaal des Rathauses Am Markt verfolgt, darunter viele Bedienstete der Stadtverwaltung sowie Stiefels Ehefrau Angelika und OB-Gattin Roswitha Muttach. Sie gehörten ebenso wie die Fraktionsvorsitzenden zu den ersten Gratulanten. Musikalische Glückwünsche gab es von einem fünfköpfigen Ensemble aus Lehrern der Musikschule Achern/Oberkirch unter der Leitung von Rudolf Heidler.

Einziger Kandidat

Der 57-jährige Dietmar Stiefel war der einzige Kandidat. Ihm wurden 15 Minuten Redezeit eingeräumt, um sich und seine Ziele vorzustellen. Danach nutzten die Fraktionen die Gelegenheit Fragen zu stellen (der ABB wird noch berichten). In seiner ebenso engagierten wie mit Humor gewürzten Rede unterstrich Stiefel seinen Willen, gemeinsam mit dem Gemeinderat und dem Oberbürgermeister auch weiterhin die Zukunft der Stadt Achern zu gestalten. In den vergangenen acht Jahren seien unter anderem mit der Sanierung des Freibad, der Revitalisierung der Illenau, der Entwicklung des Areals „Badischer Hof“ und dem Bau der neuen Jahnhalle zahlreiche Projekte umgesetzt worden.

„Ausgeprägtes Vertrauensverhältnis“

Dabei würdigte Stiefel ausdrücklich die Rolle des Gemeinderats und sprach von einem „ausgeprägten Vertrauensverhältnis“. Als zentrale Projekte für die Zukunft nannte Stiefel die Verkehrsentwicklung sowie die Gestaltung der Ortsdurchfahrten in der Kernstadt ebenso wie in den Stadtteilen. Ein weiteres zentrales Thema sei die Bauflächenentwicklung: „Mit den Arealen der ehemaligen Glashütte, der Süwag, der Illenauwiesen und dem Lott-Gelände stehen innerörtliche Brachflächen mit einem Gesamtumfang von rund 20 Hektar zur überwiegend wohnbaulichen Nachnutzung an“, so Stiefel. Gleichzeitig gelte es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu erhöhen und gleichzeitig die Kaufkraft im Ort zu binden. Stiefel versprach, sich den anstehenden Aufgaben mit dem gleichen Engagement wie in den vergangenen acht Jahren zu widmen.

Vom Inspektorenanwärter zum Beigeordneten

Der aus Önsbach stammende Dietmar Stiefel hatte seine berufliche Laufbahn nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst als Inspektorenanwärter bei der Stadtverwaltung Achern begonnen. Nach 18 Monaten wechselte er zum Landratsamt in Offenburg, ein zweijähriges Studium an der Verwaltungsfachhochschule in Kehl schloss sich an. Nach der Staatsprüfung im November 1983 ging Stiefel zum Baurechtsamt in Bühl. Von dort wechselte er 1991 als Leiter des Baurechtsamts zur Stadt Achern. Im Januar 2009 wurde er als Nachfolger von Arno Haiss erstmals zum Ersten Beigeordneten gewählt und darf seitdem den Titel „Bürgermeister“ führen.