An immer mehr Standorten gibt es frei zugängliche WLAN-Netze. Auch im nördlichen Ortenaukreis rüsten die Kommunen nach. | Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hotspots in nördlicher Ortenau

Freies WLAN auf dem Vormarsch

Anzeige

Öffentliche WLAN-Hotspots sind weiter im Kommen: einige Kommunen in der nördlichen Ortenau rüsten frei zugängliche Internetverbindungen an öffentlichen Plätzen auf. Die BNN geben einen Überblick zum aktuellen Stand der Planungen.

Achern

In der Hornisgrindestadt bieten verschiedene Läden in der Hauptstraße einen kosten- und drahtlosen Zugang ins weltweite Netz. Der Betreiber Freifunk Ortenau hat deshalb zwei Standorte in Betrieb, so derzeit an der Shoebox in der Hauptstraße sowie bei Media Elektra am Marktplatz. „Weitere sieben Geschäfte folgen demnächst“, bestätigt Philipp Schäfer, Vorsitzender von „Achern aktiv“. Daneben gebe es weitere Geschäfte, die WLAN-Zugang anbieten, die mit Passwörtern versehen sind. Die Stadt betreibt ein offenes WLAN-Netz in der Stadtbibliothek und am Achernsee. „Der Zugang funktioniert über Tickets, die in der Bibliothek gibt“ erklärt Michael Harter, Leiter der städtischen Fachgruppe EDV. Er bedenkt, dass bei offenem WLAN Hacker von außen die Daten mitlesen könnten.

Kappelrodeck

Seit der Saison 2016 können Freibadbesucher surfen – zumindest über einen öffentlichen Hotspot. Der Nutzer meldet sich über eine Startseite an. Die Verwaltung überlegt derzeit, auch den Marktplatz mit einem drahtlosem Internetzugang auszustatten. Bei illegalen Downloads ist die Gemeinde in Haftungsfragen über den Betreiber abgesichert, bestätigt Bauamtsleiter Paul Huber. Zudem gibt es in Kappelrodeck verschiedene privat initiierte öffentliche Hotspots von Freifunk Ortenau wie im Gewerbegebiet Bronnmatt.

Renchen

Die Grimmelshausenstadt ist zeit zehn Jahren bei öffentlichem WLAN ein Vorreiter. Seitdem befinden sich im Freibad und am Rathausplatz Hotspots. Ein weiterer Ausbau sei nicht auszuschließen, so Hauptamtsleiter Stefan Gutenkunst. Der Zugang erfolgt über Eintrittskarten, so genannte „Voucher“. Dabei gibt der Nutzer persönliche Daten ein. Die Stadt will so rechtswidrigem Surfen in den dunklen Ecken des Netzes entgegentreten. Die „Voucher“ gibt es an der Schwimmbadkasse und im Bürgerbüro.

Ottenhöfen

In der Schwarzwaldhalle und im Naturerlebnisbad können User bereits seit dem Sommer 2015 kostenlos ins Internet. Auch zwei kommunale Hotspots sollen im Mühlendorf demnächst in Betrieb gehen. Ein Zugang wird sich am Rathauses befinden, ein weiterer wird bis Sommer im Kurpark eingerichtet, informiert Hauptamtsleiter Klaus Kordick.

Sasbach

Der Gemeinderat diskutiert aktuell über öffentliche WLAN-Zugänge. Ursprünglich waren erste Hotspots in diesem Frühjahr geplant. „Die Installation folgt in Einklang mit dem Ausbau der Breitbandversorgung“, erklärt Daniel Retsch, Leiter des Bauordnungsamtes. Vorgesehen sei jeweils ein Standort in Sasbach und Obersasbach. Im Gespräch war zuletzt unter anderem der Pfarrgarten.

Seebach

Auch in das Mummelseedorf soll parallel zum Breitbandausbau öffentliches WLAN Einzug halten. Voraussichtlich Mitte 2018 könnte es soweit sein, so eine vorsichtige Prognose der Verwaltung. Die Standorte stehen mit Grundschule und Rathaus bereits fest. Ein Privatunternehmen betreibt bereits freies WLAN in der Mummelseehalle.

Lauf

Wenn das Rössle-Areal umgestaltet ist, soll es auf dem Gelände öffentliches WLAN geben. Der Gemeinderat Lauf hat sich im Juli 2016 für Säulen mit integrierten Hotspots und einer Ladestation für Elektrofahrzeuge entschieden. Der Starttermin ist noch offen. Für weitere Details war die Ortsverwaltung gestern nicht zu erreichen.

Sasbachwalden

Bislang gibt es kein öffentliches WLAN in der Gemeinde Sasbachwalden. Doch dies könnte sich bald ändern. Der Gemeinderat ist an diesem Thema dran. „Standorte und Starttermin sind noch nicht spruchreif“, erklärt Gerhard Bär, Leiter der Kämmerei, auf BNN-Anfrage.

Rheinau

Die Stadtverwaltung prüft derzeit, ob ein offenes WLAN-Netz eingerichtet werden könnte, sagt Hauptamtsleiter Thomas Bantel. „Erkenntnisse können noch nicht veröffentlicht werden.“ Das Interesse scheint indes gering: „Weder Bürger noch Gemeinderäte haben der Verwaltung den Wunsch nach freien Internetzugängen geäußert“, erklärt Thomas Bantel.