Bollenhut und Pünktchenkleid gehören zu den Kennzeichen von „Bauhöfers Schwarzwaldmarie“, einem Lager Hell, das seit Herbst vergangenen Jahres auf dem Markt ist. | Foto: Roland Spether

Streit um „Schwarzwaldmarie“

Genugtuung in Renchen-Ulmer Brauerei

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Mit Erleichterung und Genugtuung hat Bauhöfer-Geschäftsführer Siegbert Meier die Botschaft der Wettbewerbszentrale vernommen, dass sie die juristische Auseinandersetzung um die „Schwarzwaldmarie“ höchstwahrscheinlich beendet. Noch bis Montag, 10 Juli, können die Wettbewerbshüter Widerspruch einlegen. Doch Andreas Ottofülling von der Wettbewerbszentrale in München bestätigte inzwischen gegenüber den BNN, dass er „keine weitere rechtliche Handhabe“ mehr sehe.

Mitbewerber hat Eigentor geschossen

„Hier ist es doch in erster Linie um die Wettbewerbsverzerrung eines Mitbewerbers gegangen“, fasst Meier den vor Gericht ausgetragenen Streit aus seiner Sicht zusammen. „Wer immer hinter dieser Klage steckt. Derjenige hat sich ein Eigentor geschossen“, unterstreicht der Geschäftsführer der Ulmer Familienbrauerei.

Große Nachfrage: Brauerei geht Verpackungsmaterial aus

Man habe „viel Sympathie aus der Bevölkerung“ erfahren. „Das haben wir am Umsatz gemerkt, der nicht nur wegen der guten Witterung gestiegen ist“, erklärt Meier. Mittlerweile könne die Brauerei keine Sixpacks mehr ausliefern. Die Lebenshilfe Achern komme wegen der großen Nachfrage mit der Produktion der entsprechenden Verpackung nicht mehr hinterher. „Damit leisten wir einen Beitrag für die Region und für Menschen, die Hilfe brauchen“, so Meier.

Viel Zeit in Recherche investiert

Er ist zuversichtlich, dass die Familienbrauerei einen Teil der Prozesskosten erstattet bekommt. „Jedoch haben wir vor allem Zeit investiert“, erklärt der Geschäftsführer. Zwei Mitarbeiter hätten intensiv recherchiert, um Belege zu sammeln, dass Ulm zum Schwarzwald gehört.

Bollenhut ist nicht geschützt

Selbst wenn der Rechtsstreit weiter gegangen wäre, hätte sich die Brauerei nach eigener Aussage keinesfalls von dem Bollenhut-Logo getrennt. „Der Bollenhut ist nicht geschützt“, betont Meier. Der Rosenhut aus dem Renchtal sehe der traditionellen Kopfbedeckung aus dem Schwarzwald ähnlich. Das juristische Tauziehen hat Siegbert Meier inzwischen abgehakt.