Bald Geschichte: Das frühere Höhenhotel Unterstmatt soll einem Neubau weichen. | Foto: Bernhard Margull

Neubau statt Höhenhotel

Hotel-Projekt Unterstmatt soll eine Lücke schließen

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Die Unterstmatt soll ein neues Gesicht bekommen: Nachdem es schon lange keine Gäste mehr beherbergte, soll das frühere Höhenhotel auf Sasbacher Gemarkung abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt werden. Die Skiliftbetreiber und Schliffkopf-Hoteliers der Familie Fahrner planen an dieser Stelle ein neues Budget-Hotel. „Da es von Baden-Baden bis zum Mummelsee im Moment keine größeren Übernachtungsmöglichkeiten gibt, sehen wir gute Chancen, dort ein Hotel im Drei-Sterne-Segment zum Preis von zwei Sternen erfolgreich an den Markt zu bringen“, sagt Heiko Fahrner.

Bis zu 30 Zimmer geplant

Der Neubau ist Teil des Entwicklungskonzepts zur Belebung der Schwarzwaldhochstraße. Insgesamt 27 bis 30 Zimmer von jeweils etwa 20 Quadratmetern Größe sollen in dem Neubau entstehen, dazu kommt ein Restaurant. Zwar empfiehlt die Tourismus-Beratungsagentur „Project M“ im Entwicklungskonzept für die B 500 bei einem Neubau eine „möglichst traditionelle und regionaltypische Bauweise“.

Projekt kostet rund drei Millionen Euro

Der Plan für den neuen Bau jedoch hat mit dem früheren Höhenhotel wenig gemeinsam: Moderne Architektur mit drei fast schon futuristisch anmutenden Türmen zwischen B 500 und Hotel sieht man auf der Simulation. Die Baukosten für das Projekt liegen bei schätzungsweise 2,5 bis drei Millionen Euro, sagt Fahrner. „Die Planung ist schon recht weit fortgeschritten. Wenn alles normal läuft, wollen wir im März den Bauantrag einreichen.“

Unterstmatt
Foto: Büro Wochner

Das bestehende Gebäude soll voraussichtlich in diesem Frühjahr abgerissen werden, heißt es im Entwicklungskonzept weiter. „Wenn alles sehr gut laufen sollte, wäre dieses Jahr auch noch Baubeginn“, erklärt Heiko Fahrner weiter. „Aber ich denke, wir machen erst einmal eine gute Planung und fangen dann gleich nach dem Winter 2018 an.“ Bei der Entscheidung, auf der Unterstmatt einen Neuanfang mit einem Hotel zu wagen, sei wohl auch die Genehmigung für einen Teich wichtig gewesen, der ab dem nächsten Winter als Wasserspeicher für die Beschneiung des Skihangs dienen soll.

Übernachtung für Westweg-Wanderer?

Seit 14 Jahren wurde das bisherige Gebäude nicht mehr als Hotel genutzt, das neue Angebot soll Schwarzwald-Touristen, Wanderer, Wintersportler und Tagungsreisende anlocken, so erklärt Fahrner die künftige Zielgruppe. Weil die Unterstmatt in der Nähe des Nationalparks liegt, sei der Standort auch für Wanderer auf dem Westweg zum Übernachten ideal – schließlich beginnt dort die dritte Etappe des Fernwanderwegs zwischen Pforzheim und Basel.

Unterstmatt soll Lücke schließen

Das geplante Projekt schließe eine Lücke im Beherbergungsangebot an der Schwarzwaldhochstraße und stelle keine Konkurrenz zu den bestehenden Betrieben dar, heißt es weiter von „Project M“. „Ich denke, dass ein Hotel in Unterstmatt die Schwarzwaldhochstraße und die ganze Region bereichern würde“, so ist sich auch Heiko Fahrner sicher. Nun hoffe er, dass die Politik das genauso sehe und die Unterstmatt sowohl beim Bauantrag als auch in den Förderprogrammen des Landes unterstütze.

 

BNN-Bericht über das Entwicklungskonzept Schwarzwaldhochstraße: