Patricia Montbrun, Beauftragte für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt
Patricia Montbrun ist Beauftragte für Chancengleichheit bei der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt. | Foto: Peter Sandbiller

9.400 Interessierte

Karlsruher Mint-Woche wird fortgesetzt

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Die erste Karlsruher Mint-Woche bot Einblicke in technische Berufe. Koordinatorin Patricia Montbrun von der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt zieht im BNN-Interview Bilanz. 

Bei Mädchen und Frauen ist das Interesse für so genannte Mint-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) nach wie vor gering. Wie groß war das Interesse an der Mint-Woche?

Montbrun: Unterschiedlich. Der Fraueninfotag etwa war mit rund 80 Besucherinnen gut besucht, auch die Mitmach-Werkstatt im ZKM zum Start der Girls’ Digital Camps war ausgebucht. Zum Tag der offenen Tür am KIT kamen 9 000 Besucher. Für andere Workshops dagegen gab es keine Anmeldungen, was sehr bedauerlich ist. Die Hitze der vergangenen Woche war sicher ein Faktor. Die Veranstaltung zu selbstfahrenden Autos und Robotern mit acht Wissenschaftlerinnen am FZI etwa musste abgesagt werden. Insgesamt haben etwa 9 400 Besucherinnen und Besucher die Angebote der Mint-Woche genutzt.

Wie sieht die Bilanz aus Sicht der teilnehmenden Institutionen und Unternehmen aus?

Montbrun: Das Programm als solches hat überzeugt. Interessanterweise haben alle Veranstalter gesagt, dass sie nächstes Jahr wieder dabei sein wollen.

Es wird also im kommenden Jahr wieder eine Mint-Woche in Karlsruhe geben?

Montbrun: Auf jeden Fall. Wahrscheinlich, so ist zumindest unser Wunsch, werden wir sie noch mehr auf die Region ausdehnen. Wir sind im Moment noch dabei, einen Termin zu finden, voraussichtlich wird es Mitte Mai 2020 werden. So schließt die Mint-Woche nicht direkt an Schulferien an. Wir wollen, dass die Schulen sich darauf einstellen und zum Beispiel ihre Projekttage nach der Mint-Woche ausrichten können.

Was wird noch anders laufen?

Montbrun: Wir werden andere Kanäle nutzen, um die Mint-Woche bekannt zu machen. Zum Beispiel über Gruppen junger Menschen, vielleicht durch Influencer auf Youtube und Instagram. Denn wir machen das ja nicht für uns, sondern um den jungen Leuten Gelegenheit zu geben, diese Berufe selbst auszuprobieren.