Weiter ungeklärt ist die Zukunft des ehemaligen Sanatoriums Breitenbrunnen in Sasbachwalden. | Foto: Michaela Gabriel

Absage aus Stuttgart

Nach Anima-Aus: Sasbachwalden sucht weiter nach Investoren

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Hilfe aus Stuttgart bei der Suche nach Investoren für das Areal Breitenbrunnen ist nicht zu erwarten. Das bekam Bürgermeisterin Sonja Schuchter jetzt schriftlich aus dem Staatsministerium. In dem Brief vom 9. Januar steht, dass ein Wolfs-Informationszentrum des Landes auf dem Gelände der Anima-Tierwelt geprüft worden war.

Von unserer Mitarbeiterin Michaela Gabriel

Eine Woche nach dem Bekanntwerden des Rückziehers der Investoren für eine Anima-Tierwelt hatte Sonja Schuchter an Ministerpräsident Winfried Kretschmann geschrieben und ihn um Unterstützung gebeten. Der Landesvater bedauere, dass das Projekt nicht weiterverfolgt werde, ist in der Antwort zu lesen, die von Ministerialdirigent Claus Eiselstein formuliert wurde.

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Kein Wolfs-Informationszentrum

Das Land habe im Vorfeld Möglichkeiten der Förderung des Projektes geprüft, teilt Eiselstein mit. Darunter sei auch ein Wolfs-Informationszentrum des Landes oder eine Einbindung der geplanten Tiergehege in den Nationalpark gewesen. „Die Prüfung ergab, dass beide Vorschläge nicht zu realisieren sind“, heißt es in dem Schreiben.

Vorrang für Staatliche Neutralität

Hilfe bei der Suche nach neuen Investoren müsse man leider auch „abschlägig bescheiden“ – sprich ablehnen. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau müsse die staatliche Neutralität wahren und könne sich nicht an der Vermittlung potenzieller Investoren beteiligen.

Zuschüsse aus dem Tourismus-Infrastrukturprogramm möglich

Eine kleine gute Nachricht enthält der Brief aus Stuttgart aber doch: Es sei möglich, einzelne Maßnahmen auf dem Areal des gescheiterten Tierparks aus dem Tourismus-Infrastrukturprogramm bezuschussen zu lassen, heißt es. Diese Hoffnung habe sie nun, so Sonja Schuchter: Dass auf dieses Weise neue Investoren doch Unterstützung vom Land bekommen könnten.