Ralf Schneider ist der neue Leiter der Beruflichen Schulen Achern. | Foto: Michaela Gabriel

Neuer Schulleiter in Achern

Reizvolle Arbeit an der Basis

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Er kann Karate und war früher Messdiener: Der neue Leiter der Beruflichen Schulen in Achern heißt Ralf Schneider, ist 45 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Offenburg-Rammersweier. Diese Woche übernahm er die Schlüssel und das große Büro mit der schönen Stuckdecke von seinem Vorgänger Jörg Krauß. „Die Arbeit an der Basis, die Schüler und der Unterricht haben einen großen Reiz“, freut sich der Diplom-Handelslehrer und Studiendirektor auf die neue Aufgabe.

Wie gesucht und gefunden

Der Pädagoge arbeitete zuletzt acht Jahre im Regierungspräsidium Freiburg und war dort für die 62 Beruflichen Schulen im Regierungsbezirk Freiburg zuständig. Ab März 2017 war er stellvertretender Leiter des Referats. Schon seit vier Jahren habe er den Wunsch gehabt, an einer mittelgroßen Beruflichen Schule selbst mit zu gestalten. Sich für Achern zu bewerben sei keine spontane Entscheidung, sondern wohl überlegt gewesen. „Das war wie gesucht und gefunden.“ Gelockt habe ihn die große Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten, die die Beruflichen Schulen Achern bieten.

Stellvertreter bekannt aus Kindertagen

Seinen Stellvertreter in der Schulleitung, Holger Lienert, kennt Ralf Schneider aus Kindertagen. Er stamme wie er aus Durbach-Ebersweier und sei auch Messdiener gewesen. Außerdem habe man zusammen Tischtennis gespielt. Zum Leitungsteam gehören außerdem für die Abteilung Gesundheit Andreas Dorsner, für die Abteilung Technik Ralf-Oliver Prost und noch für ein Jahr als Leiter der Abteilung Wirtschaft und Hauswirtschaft Egon Dresel.

Rücksichtnahme auf Denkmalschutz

„Das Lehrerzimmer ist zu klein“, hat Ralf Schneider bereits eines der drängendsten Probleme seines rund 80-köpfigen Kollegiums erkannt. Platzreserven gäbe es im Dachgeschoss der Villa in der Jahnstraße, in der die Verwaltung der Schule sitzt. Doch der Denkmalschutz sei ein Hindernis.

PTA-Ausbildung ein Alleinstellungsmerkmal

Eine weitere Baustelle sei das Labor für die künftigen Auszubildenden zu Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA). „Es muss rechtzeitig zum Schuljahr 2019/20 fertig werden“, weiß der frisch ernannte Schulleiter. Dass dieser Zweig gut anläuft, dafür will er sich einsetzen. Die Schüler der Region sollen das neue Angebot bei ihrer Berufswahl kennen. Für die Ausbildung zum PTA sei Achern ab 2019 der einzige öffentliche Standort zwischen Freiburg und Karlsruhe. „Das wird ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Schule“, freut sich Ralf Schneider.

Wirtschaftspädagogik studiert

Nach dem Besuch des Schillergymnasiums Offenburg und des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schulen Offenburg legte er 1993 das Abitur ab und leistete ein Jahr lang Wehrdienst. Beim Bund sei er schon Ausbilder gewesen und habe erkannt, dass ihm das liege. An den Universitäten Mannheim und Heidelberg studierte er von 1994 bis 2000 Wirtschaftspädagogik und absolvierte danach eine zweijährige Referendarzeit an den Kaufmännischen Schulen Hausach.

Spezialist für „E-Learning“

Es folgten acht Jahre als Berufsschullehrer für Betriebswirtschaftslehre und Sport an der Kaufmännischen Schule in Lahr. Dort betreute Schneider auch das Computer-Netzwerk der Schule mit 600 Rechnern und bildete Lehrerkollegen im „E-Learning“ (elektronisches Lernen) weiter. Gleichzeitig war er an der Landesakademie für Lehrerfortbildung in Esslingen tätig.

Jugendleiter im Karate-Dojo Offenburg

2010 wechselte er ins Regierungspräsidium Freiburg, zunächst ins Referat für Qualitätsentwicklung, das die Lehrerfortbildung als Hauptthema bearbeitet, 2014 dann ins Referat Beruflichen Schulen. Privat betreibt Ralf Schneider Karate als Sport und ist seit mehr als 15 Jahren Jugendleiter des Karate-Dojo Offenburg e.V.

Michaela Gabriel