Mehrere Fahreuge wurden durch den Unfall total zerstört, sieben Menschen teilweise schwer verletzt. | Foto: Roland Spether

Vollsperrung bei Renchen

Sieben Verletzte bei Unfällen auf der Autobahn 5

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Zwölf Stunden nach einer folgenschweren Massenkarambolage auf der Autobahn 5 bei Renchen hat die Polizei am Montag um 10.30 Uhr die wichtige Nord-Süd-Verbindung wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Bei dem schweren Unfall, der sich am Sonntagabend um 22.40 Uhr ereignet hatte, waren sieben Menschen verletzt worden, drei davon schwer.

Fahrer mit Hubschrauber gesucht

Noch in der Nacht hatte eine Rettungshundestaffel sowie die Polizei mit einem Hubschrauber nach der Fahrerin eines BMW gesucht, der, wie man zu dieser Zeit annahm, den Unfall ausgelöst hatte weil das Fahrzeug unbeleuchtet auf der linken Fahrspur gestanden habe. Nachdem die Unfallaufnahme nun weitgehend abgeschlossen ist, geht die Polizei jedoch von einem anderen Geschehen aus. Demnach hatte der BMW ursprünglich als Pannenfahrzeug ausreichend gesichert gesichert auf dem Standstreifen abseits der Fahrbahn gestanden. Dort war ein anderes Auto aufgefahren und hatte so den Massenunfall ausgelöst.

Massive Behinderungen im Berufsverkehr

Der Unfall hatte in der Nacht zum Montag und vor allem im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Behinderungen des Verkehrs auf der Autobahn und der Bundesstraße 3 als Umleitungsstrecke geführt. Wegen einer Ölspur und Reinigungsarbeiten zogen sich die Aufräumungsarbeiten nach dem Unfall bis gegen 10.30 Uhr hin.

BMW war nach Panne abgestellt worden

Entgegen der ersten Information aus der Nacht geht die Polizei nun nicht mehr davon aus, dass der Wagen unbeleuchtet auf der linken Fahrbahn geparkt worden war. Das Auto sei bereits gegen 18.30 Uhr als Pannenfahrzeug abseits der Fahrbahn gesichert auf dem Seitenstreifen und teilweise sogar im Grün am Straßenrand abgestellt worden. Dies hätten auch Zeugen bestätigt. Gegen 22.40 Uhr kollidierte ein älteres Ehepaar in seinem Auto mit diesem Wagen, so die Polizei am Montagvormittag. Durch den Zusammenstoß wurde der BMW auf die linke Spur der Autobahn geschoben. Dort kollidierte ein nachfolgender Autofahrer mit dem Fahrzeug.  Durch diesen ersten Unfall wurden zwei Menschen schwer und ein Autofahrer leicht verletzt.

Trümmerfeld 250 Meter lang

Zwei weitere Autos fuhren in der Folge auf die stehenden Fahrzeuge auf. Dabei wurde ein weiterer Mensch schwer verletzt, drei  Personen erlitten leichte Verletzungen. Das Trümmerfeld aus Fahrzeugteilen erstreckte sich auf eine Länge von etwa 250 Metern, der Gesamtschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Suche ohne Aussicht auf Erfolg

In der Nacht waren Beamte des Polizeipräsidiums Offenburg, der Bundespolizei und der Hubschrauberstaffel im Einsatz, die unter anderem nach dem Fahrer des BMW gesucht hatten. Das hatte, wie man jetzt weiß, keine Aussicht auf Erfolg. Inzwischen haben die Polizei mit der Fahrerin telefoniert, am Nachmittag liefen in den Kliniken die Vernehmungen der Verletzten.  Die Feuerwehr Achern war  mit sechs Fahrzeugen und 25 Mann am Einsatzort, das DRK mit Notärzten und Helfern sowie das Technische Hilfswerk zur Stauabsicherung.

Vollsperrung der Autobahn

Die Autobahn musste während der Rettungs- und Bergungsarbeiten mehrere Stunden lang voll gesperrt werden, es kam zu massiven Rückstaus.Die Vollsperrung der Fahrbahn in Richtung Süden wurde gegen 6.20 Uhr aufgehoben, am Morgen gab es auf der Autobahn noch sieben Kilometer Rückstau.  An dem Geschehen waren fünf Fahrzeuge beteiligt, nachdem die Polizei zunächst von einem Massenunfall mit zehn Autos ausgegangen war.

Fünf Fahrzeuge waren an dem Unfall beteiligt | Foto: Roland Spether

Für die Rettungsdienste in der nördlichen Ortenau gab es deshalb in der Nacht zum Montag einen Großeinsatz, viele Autofahrer standen stundenlang in dem gesperrten Abschnitt zwischen Achern und Appenweier und konnten erst nach und nach von der Fahrbahn ausgeleitet werden, da sich der Verkehr zwischenzeitlich auf der Fahrbahn in Richtung Süden bis hinter die Auffahrt Achern gestaut hatte. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot auf der A5 im Einsatz war, konnte nach kurzer Zeit die Fahrbahn Richtung Karlsruhe wieder freigeben und begann in den frühen Morgenstunden, die im Stau stehenden Autofahrer entgegen der Fahrtrichtung zurück nach Achern auszuleiten.