TRAUMHAUS WIE AUS DEM BILDERBUCH: Die Fertighausbranche ist bei den Kunden gefragt, so auch WeberHaus aus Rheinau-Linx. Die Badener haben beispielsweise dieses luxuriöse Anwesen in der Ortenau gebaut. | Foto: WeberHaus

Neuer Rekordumsatz

WeberHaus: 750 weitere Immobilien hochgezogen

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Traumhaus mit Traumblick: Die zwei Bewohner dieser Villa im Ortenaukreis haben die Wahl, denn sie können auf den Schwarzwald oder auf die Vogesen blicken. 490 Quadratmeter Wohnfläche, drei Küchen, ein Aufzug, eine große Saunalandschaft samt Whirlpool, ein Weinkeller. Dieses luxuriöse Haus ist ein Beispiel dafür, dass ein gängiges Vorurteil längst überholt ist: „Fertighäuser gibt es nur von der Stange.“
Die Mannschaft von WeberHaus hat die Erfolgsstory des 1960 von Hans Weber als Zweimannbetrieb gegründeten Unternehmens im vergangenen Geschäftsjahr fortgeschrieben: 750 Häuser wurden hochgezogen. Mittlerweile gibt es in Europa 36 000 Weber-Häuser. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 258 Millionen Euro. Diese Größenordnung war vor einem Jahr prognostiziert worden – und ist ein neuer Rekord.

„Wachstumstreiber war die weiterhin zunehmende Beliebtheit ökologischer Fertighäuser aus dem nachhaltigen Baumaterial Holz. Außerdem spielt der Bereich Objektbau zunehmend eine größere Rolle“, so Heidi Weber-Mühleck, geschäftsführende Gesellschafterin von WeberHaus, am Mittwoch. Mit dem Objektbau habe man rund 19 Millionen Euro erzielt.

Objektbauten sind zum Beispiel Mehrfamilienhäuser, Ärztezentren, Seniorenheime oder auch Hotels. WeberHaus baut dieses Standbein aus. Klassische Einfamilienhäuser entstehen eher auf dem Land oder an der Peripherie der Städte.

Die Alles-Aus-Steuerung ist jetzt Standard

Beim Bau energieeffizienter Häuser gelten die Badener als Branchenvorreiter. WeberHaus hat daher im Februar dieses Jahres die neue Außenwand „ÖvoNatur Therm“ in dem Markt eingeführt. Mit dieser erfüllt nun nach Unternehmensangaben jedes WeberHaus bereits in der Standardausführung die Voraussetzungen für ein KfW-Effizienzhaus 40. Wie es der Name andeutet, werden solche Bauten von der staatlichen KfW-Bankengruppe gefördert.

Weber-Mühleck nennt solche Produktentwicklungen als Grund für den dauerhaften Erfolg des Unternehmens. Der Fertighaushersteller hat zudem seine Smart-Home-Steuerung „WeberLogic 2.0“ in die Grundausstattung übernommen. Zeitgesteuerte Rollläden, ein Alles-Aus-Taster an der Haustür und ein Paniktaster im Schlafzimmer gehören dazu – wird er gedrückt, fahren alle Rollläden hoch und es wird die gesamte Innen- und Außenbeleuchtung angeschaltet.

Badener exportieren ihre Häuser bis nach Großbritannien

Die Exportquote ist um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent gesunken. Die 927 Mitarbeiter im Stammwerk Rheinau-Linx und deren 249 Kollegen in Wenden-Hünsborn (Nordrhein-Westfalen) stellen auch Häuser für die Schweiz, für Luxemburg, Großbritannien, Irland sowie für den grenznahen Bereich Frankreichs her.

Das Familienunternehmen, das in seiner Branche zu den deutschen Marktführern zählt, hat im vergangenen Jahr 5,5 Millionen Euro investiert – unter anderem in IT-Systeme, in sein Küchenatelier in Rheinau-Linx und in zwei neue Ausstellungshäuser in Wenden und in Fellbach.

Die Mitarbeiter wurden erneut mit einer Prämie am Unternehmenserfolg beteiligt. Konkrete Angaben zur Höhe machte WeberHaus nicht. Wie andere Branchen spürt das Unternehmen den Facharbeitermangel. Speziell für die Montage der Häuser wird nach wie vor Personal gesucht.

Premiumsponsor beim SC Freiburg

Sein Image pflegt WeberHaus seit der Saison 2018/2019 auch als Premiumsponsor beim SC Freiburg sowie als Partner der Freiburger Fußballschule und der Frauenmannschaft des SC. „Seit Jahrzehnten engagieren wir uns in der Region. Mit dem SC haben wir einen idealen Partner, mit dem wir viele Werte wie Nachhaltigkeit und Vertrauenswürdigkeit teilen“, begründet WeberHaus-Marketingleiter Klaus-Dieter Schwendemann die Entscheidung. Bereits 2004 hatte WeberHaus ein Wohngebäude für Nachwuchsspieler der Freiburger Fußballschule gebaut.

50 000 Besucher in der „World of Living“ von WeberHaus

Ungebrochen populär ist die „World of Living“ von WeberHaus mit ihren Informations- und Erlebniswelten rund ums Thema Bauen. Rund 50 000 Menschen hätten sie 2018 besucht.
Wie WeberHaus auf eine BNN-Anfrage mitteilt, erwartet man auch für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung. Die beiden Werke sind aktuell für 16 Monate ausgelastet.

 

Firmen-Visitenkarte:

Firma/Sitz: WeberHaus GmbH & Co. KG (Rheinau-Linx)
Gründungsjahr: 1960
Produkte: Individuelle Architektenhäuser und vorgeplante Baureihen in Fertigbauweise
Geschäftsführende Gesellschafter: Hans Weber, Christa Weber, Heidi Weber-Mühleck
Umsatz: 258 (2017: 250) Millionen Euro
Gebaute Häuser: 750 (2017: 745)
Jahresüberschuss: keine Angaben
Exportquote: 14 (2017: 15) Prozent
Mitarbeiter: 1 176 (2017: 1 144)
Homepage: www.weberhaus.de