Viel Geld investiert Sasbach in den Schulstandort – hier in ein Muster-Klassenzimmer mit digitaler Technik. Doch der Werkrealschule fehlen die Schüler. | Foto: Archiv Spether

Kaum noch Schüler

Werkrealschule in Sasbach und Oberachern vor dem Aus?

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Wie geht es weiter mit der gemeinsamen Werkrealschule in Sasbach und Oberachern? Aller Voraussicht nach wird im kommenden Schuljahr die Mindestschülerzahl von 16 in der Eingangsklasse deutlich verfehlt. Das Schulamt droht mit der Schließung.

Von Roland Spether

Die Anmeldezahlen seien derzeit nicht so hoch, dass eine eigene Klasse gebildet werden könnte, so Bürgermeister Gregor Bühler in der jüngsten Sasbacher Gemeinderatssitzung auf eine entsprechende Frage aus der Bürgerschaft.

Nur noch neun Jugendliche

Die Rede war von neun Jugendlichen, einige davon „mit Abwanderungstendenzen“. Möglicherweise sollen jetzt die Klassen fünf und sechs kombiniert werden, sofern das Schulamt dem zustimme und die dann vorgeschriebene Lehrerversorgung noch funktioniert. Würden die Anmeldezahlen auch für das Schuljahr 2020/21 nicht ansteigen und die Hürde 16 nehmen, dann sei klar, was das Schulamt mache, so der Bürgermeister.

Rückfrage beim Schulamt

Einen Tag nach der Sitzung des Gemeinderates erklärte Gregor Bühler auf Rückfrage, dass er am Dienstag mit dem Schulamt telefoniert und die Information bekommen habe, dass sich derzeit neun Schüler angemeldet hätten. Dies allerdings auch mit einer „Abwanderungstendenz“, sprich es gibt noch keine verbindlichen Anmeldungen für die 5. Klasse der Werkrealschule und genaueres könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Gemeinsame Lösung mit Oberachern

Die Klassen 5 bis 7 werden in Sasbach unterrichtet, die Klassen 8 bis 9 in Oberachern.
Es ist Vorgabe des Schulamtes, dass die Mindestzahl von 16 Schülern in der 5. Klasse erreicht werden muss. Sollte dies zwei Schuljahre hintereinander nicht erreicht, müsste die Werkrealschule auslaufen. Dies hatte das Schulamt zuletzt regelmäßig durchgesetzt.