Vorfreude herrscht bei Orchestermanager Arndt Joosten, Bürgermeister Alexander Uhlig, dem Leiter des städtischen Fachgebiets Park und Garten, Markus Brunsing, sowie seinen Kollegen Traugott Bräuninger und Volker Soethoff.

Rosenneuheitenwettbewerb

118 Züchtungen konkurrieren um Goldene Rose von Baden-Baden

Nur wenige dürften sich über die deutlich gefallenen Temperaturen und vor allem den Regen freuen – bei Markus Brunsing, Leiter des städtischen Fachgebiets Park und Garten, und seinen Kollegen Traugott Bräuninger und Volker Soethoff sorgt er aber für Entspannung. „Wir sind glücklich über die Abkühlung“, sagt Brunsing mit Blick auf den Rosenneuheitenwettbewerb am Dienstag, 19. Juni. Schließlich sorgte das bislang warme Wetter dafür, dass die Rosen schon ungewöhnlich weit sind.

Drei Jurys entscheiden bei Rosenneuheitenwettbewerb

An diesem Tag wird das internationale Preisgericht morgens ab 9 Uhr im Rosenneuheitengarten auf dem Beutig zur Bewertung unterwegs sein. Deswegen öffnet der Garten für das Publikum auch erst danach um 15 Uhr.

Es ist nicht selbstverständlich, dass der Wettbewerb so international ist.

Brunsing betont: „Es ist nicht selbstverständlich, dass der Wettbewerb so international ist.“ So kommen die 118 zu bewertenden Rosen von 30 Züchtern aus elf Ländern von den USA bis Neuseeland. Auch die Jury ist überaus international. Insgesamt werden 120 Rosenexperten aus 19 Ländern, beispielsweise Uruguay, Südafrika und Australien, erwartet. Zusätzlich zu dem internationalen Preisgericht erfolgt schon am 18. Juni die Bewertung durch eine Expertenkommission, bestehend aus zwölf internationalen Rosenspezialisten. Die dritte Jury ist das permanente Preisgericht: das Fachgebiet Park und Garten bewertet regelmäßig die Rosen.

Preisverleihung erfolgt in der Gönneranlage

Am Abend des 19. Juni ab 18 Uhr ist die Preisverleihung in der Gönneranlage oder bei schlechtem Wetter im Bellevue. Vergeben werden der wichtigste Preis, die „Goldene Rose von Baden-Baden“, sowie Medaillen in sechs Rosenklassen und sieben Ehrenpreise.

Führung präsentiert Sieger aus Rosenneuheitenwettbewerb

Gleich am nächsten Tag, am 20. Juni, stellt Traugott Bräuninger bei einer Führung unter dem Titel „Goldene Rose von Baden-Baden“ die Gewinner des Wettbewerbs vor, der, wie Bürgermeister Alexander Uhlig es ausdrückt, zu den Genen Baden-Badens gehört. Die Teilnehmer der Führung treffen sich um 16 Uhr am Augustaplatz oder etwa eine halbe Stunde später direkt am Rosenneuheitengarten. Ab dem 20. Juni wird dann der Bereich, in dem die Rosenneuheiten 2018 wachsen, nicht mehr abgesperrt sein. Noch gilt dort: „Wir brauchen jede Blüte für die Jury“, wie Brunsing erklärt.

Besucher entscheiden über Publikumspreis

Auch die Besucher dürfen ihre Lieblinge bis Ende September wählen. Ab dem 20. Juni können sie ihre Stimmen für den Publikumspreis abgeben.

Rosenkonzerte bringen „exotisches Aroma“

Zwei Rosenkonzerte, am Freitag, 22. Juni, und Samstag, 23. Juni, folgen dem Neuheitenwettbewerb. Arndt Joosten, Orchestermanager der Philharmonie Baden-Baden, betont, es freue ihn , die sonst eher „konservative Ausrichtung“ des Sommerprogramms um ein „exotisches Aroma“ zu bereichern. Einen großen Anteil daran hat natürlich der, wie Joosten sagt, „phänomenale Musiker“ Enkhjargal Dandarvaanchig, der vielen wohl eher als Epi bekannt ist.

Die Philharmonie Baden-Baden feiert die sommerliche Rosenblüte auch in diesem Jahr mit zwei Konzerten im Rosenneuheitengarten auf dem Beutig. Dort erklingen an zwei Abenden die Orchesterklänge der alten Meister und verzaubern vor der wunderbaren Kulisse der ersten Schwarzwaldhöhen die Herzen der Konzertbesucher. Die Konzerte finden am Freitag, 22., und Samstag, 23. Juni, jeweils ab 20.15 Uhr statt.
Für exotisches Flair sorgt der mongolische Obertonsänger Enkchjargal Dandaarvanchig (einfacher: Epi) mit seiner Pferdekopfgeige. Das Orchester wird dirigiert von Mark Mast, Intendant und Chefdirigent der Bayrischen Philharmonie und seit zwei Jahrzehnten Leiter des Schwarzwaldmusikfestivals.
Orient, 1001 Nacht und Ferner Osten färben Werke von Piotr Iljitsch Tschaikowski, Nikolaj Rimsky-Korsakow, Camille Saint Saëns, Franz Lehár, Alexander Borodin und andere, die das Orchester aufführen wird. Epi hat gemeinsam mit dem deutschen Komponisten Fabian Joosten seine Musik in prachtvolle Orchestergewänder gekleidet und präsentiert exotische Klänge in weltweiter Uraufführung.
Durch das Programm führt Arndt Joosten, der Manager des Orchesters. Bei ungünstiger Witterung finden die Veranstaltungen im Weinbrennersaal des Kurhauses statt.
Das Wettertelefon ist am Konzerttag ab 18 Uhr unter (07221)932799 erreichbar.

Hagel wäre fatal

Jetzt bleibt bei den Verantwortlichen nur die Hoffnung auf das jeweils passende Wetter. Brunsing sagt, Hagel wäre natürlich fatal. Sonst aber sei es für den Wettbewerb „nicht so tragisch“. Schließlich sei eine wichtige Frage, wie die Rosenneuheiten mit dem Klimawandel und seinen Folgen umgehen.