Unter erschwerten Bedingungen konnte die Feuerwehr den Verletzten bergen. | Foto: Berthold Wagner

Gleitschirmflieger verletzt

Absturz am Merkur

Anzeige

Spektakulärer Unfall am Baden-Badener Hausberg Merkur: Vor den Augen zahlreicher Ausflügler und Wanderer ist am Samstag kurz nach 15.30 Uhr ein Gleitschirmflieger abgestürzt. Der Mann wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Feuerwehr hat er vermutlich eine Rückenverletzung erlitten. Lebensgefahr habe aber nicht bestanden, der Mann sei ansprechbar gewesen, sagte Wolfgang Schickinger von der Feuerwehr Baden-Baden, der bei der Bergung als Einsatzleiter fungierte.

Mit Hubschrauber in Klinik

Der Gleitschirmflieger aus dem Raum Göppingen landete bei seinem Sturz etwa 80 bis 100 Meter unterhalb der Bergstation auf den Gleisen, die beiden Bahnen befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa auf Höhe der früheren Mittelstation. Glück im Unglück: Bei seinem Absturz hatte der Gleitschirmflieger durch die sogenannte Baumsturzsicherung einen Nothalt der beiden Bergbahnen ausgelöst.

Fahrgäste evakuiert

Friedrich Tannenberg, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Baden-Baden, war Einsatzleiter bei der Evakuierung der Fahrgäste. Die Bergung der Personen erwies sich als nicht einfach, da das Gelände sehr steil ist. Drei ältere Fahrgäste, die eingeschränkt gehfähig sind, wurden durch die Feuerwehr besonders betreut.

Menschen blieben ruhig

Verletzte hat es in den beiden Wagen aber offenbar keine gegeben. Auch hätten sich die Menschen sehr ruhig verhalten, es brach keine Panik aus. Nach der Bergung aus den Wagen wurden jene Fahrgäste, die nicht zu Fuß nach unten oder oben weiterlaufen wollten, mit Autos der Rettungskräfte ans Ziel befördert. Im Einsatz waren unter anderem die Feuerwehren aus Baden-Baden, Oos, Lichtental, das Personal der Merkurbergbahn und das DRK.