Landgericht Baden-Baden
Das Gerichtsgebäude in Baden-Baden konnte der 57-jährige Angeklagte nach der Urteilsverkündung als "freier Mann" verlassen. | Foto: Uli Deck/Archiv

Prozess in Baden-Baden

Angeklagter in Drogenprozess will nichts gewusst haben

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Zu Beginn des Prozesses um Drogenhandel in Millionenhöhe hat einer der beiden Angeklagten vor dem Landgericht Baden-Baden seine Beteiligung bestritten. Die beiden Männer müssen sich verantworten, weil sie mit Marihuana und Kokain im Wert von fast 3,5 Millionen Euro gehandelt haben sollen.

Der Staatsanwalt listete bei der Verlesung der Anklage am Donnerstag akribisch 50 einzelne Geschäfte mit Großabnehmern auf. Dabei ging es um mehr als 1,3 Tonnen Marihuana und 7 Kilogramm Kokain.

Der 40 Jahre alte Hauptangeklagte mit griechisch-albanischer Staatsbürgerschaft sei von 2016 bis zu seiner Festnahme 2018 aktiv gewesen, sagte der Anklagevertreter. Er habe über die Abgabemengen genau Buch geführt und auch die Namen der Abnehmer festgehalten, diese allerdings verschleiert.

Ein 39 Jahre alte Deutscher ist wegen Beihilfe in mehreren Fällen angeklagt. Er soll mehrfach Autos gemietet und Drogen aus Albanien abgeholt haben. In seiner Wohnung fanden Fahnder Rauschgift. Der Mann habe zeitweise als Transportunternehmer mit eigenem Fahrzeug gearbeitet. Von den Drogengeschäften will der Angeklagte nichts gewusst haben, auch nicht vom Rauschgift in seiner Wohnung.

Verdeckte Ermittlungen über mehrere Monate

Nach mehrmonatigen verdeckten Ermittlungen in dem umfangreichen Drogenfall hatten Fahnder zahlreiche Verdächtige in Deutschland und Griechenland festgenommen. Weitere Strafprozesse aus demselben Ermittlungskomplex sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft folgen. Weitere Termine sind bis zum 21. März angesetzt.

(dpa/lsw)