Hotelpersonal bereitet Zimmer vor.
Demnächst für Gäste wieder geöffnet: Das Hotelpersonal im Maison Messmer bereitet die Zimmer für Übernachtungen vor. | Foto: Julian Meier

Hotels in Baden-Baden

Gäste dürfen nach der Corona-Pause wieder in Baden-Baden übernachten

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Am Freitag öffnen die Hotels in Baden-Baden wieder ihre Türen. Das Personal und die Gäste müssen sich jedoch an strenge Abstands- und Hygienevorschriften halten. Die Hotelbetreiber geben Einblicke in die laufenden Vorbereitungen.

Bei den Hotelbuchungen gibt es noch Luft nach oben, sagt Nora Waggershauser, Geschäftsführerin der Baden-Baden Kur- und Tourismus GmbH. Sie freut sich über die bevorstehende Wiedereröffnung der Hotels.

Ab Freitag gewähren die Unterkünfte der Kurstadt wieder Privatpersonen Unterschlupf. Mit der Öffnung müssten sich jedoch auch alle Hotelbetreiber mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen. Was an Hygiene- und Abstandsvorschriften theoretisch bestimmt werde, müsse sich nun in der Praxis bewähren, erklärt Waggershauser.

Der Inhaber des Waldhotels, Oliver Vetter, freut sich über die Wiedereröffnung seines Hotels.
Nur mit Mundschutz: Das Service-Personal des Waldhotels Forellenhof trägt stets einen Mund- und Nasenschutz. Dass das Haus um diese Zeit weniger Buchungen verzeichnet als sonst, tut Inhaber Oliver Vetter zwar weh, sei aber besser als nichts – er freut sich auf die Wiedereröffnung. | Foto: Julian Meier

Das Waldhotel Forellenhof desinfiziert im Drei-Stunden-Takt

Die Vorbereitungen im Waldhotel Forellenhof laufen auf Hochtouren. Inhaber Oliver Vetter erläutert, dass das Hotel die gesamte Belegschaft über die Hygiene-Vorschriften ausgiebig geschult habe. Das Personal reinigt im Drei-Stunden-Rhythmus die öffentlichen Räume des Hotels. Außerdem vermerken die Mitarbeiter in einer Liste, wer welchen Bereich des Hotels desinfiziert hat.

Außerdem muss das gesamte Service-Personal während des Kontakts mit den Gästen einen Mundschutz tragen. Die Tische und Sitzmöglichkeiten im Speisesaal sind so weit auseinander gerückt, dass sich der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Hotelgästen stets einhalten lässt.

In der Pfingstzeit sei das Waldhotel eigentlich voll ausgebucht. In Zeiten der Corona-Krise verbuche das idyllische Hotel jedoch nur 30 Prozent der üblichen Übernachtungen, erklärt Vetter. „Das tut zwar weh, ist aber besser als nichts“ sagt der Inhaber und freut sich über die Wiedereröffnung.

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Maison Messmer versiegelt Fernbedienungen in Plastiktüten

Auch das Maison Messmer heißt ab Freitag wieder Touristen willkommen. Der Kölner Hotelkonzern DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH, zu dem das Maison Messmer gehört, hat ein Hygiene-Konzept entwickelt.

Nach Angaben des Konzerns werden beispielsweise die Hotelzimmer nach Abreise der Gäste mit einem hochwirksamen Mittel genebelt, also keimfrei gemacht. Außerdem werden Fernbedienungen desinfiziert und in Plastiktüten versiegelt und die Badezimmer noch gründlicher als bisher gereinigt.

Hoteldirektor Norman Mark betont, dass das Hotel viele Übernachtungen vor allem von seinen Stammgästen verbuche. Die Nachfrage insgesamt sei, wie in der Region, jedoch noch schleppend. Buffets gebe es derzeit noch nicht, das Hotel biete seinen Gästen jedoch einen Roomservice an, sagt Mark.

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Eingemottet: Im Foyer von Brenners Park-Hotel in Baden-Baden herrschte jetzt lange gähnende Leere wegen der Corona-Pandemie. | Foto: Schultes

Das Brenners Park-Hotel bleibt vorerst geschlossen

Das Brenners Park-Hotel ist seit dem 20. März geschlossen. Das Hotel jedoch verschiebe die Wiedereröffnung, erläutert Direktor Henning Matthiesen. Das Brenners solle für seine Gäste vollumfänglich verfügbar sein. Das sei derzeit noch nicht möglich, da die Nutzung von Schwimmbädern und Saunen noch untersagt ist.

Einer Wiedereröffnung stehe jedoch nichts im Wege, erklärt Matthiesen. Das Hotel sei bestens vorbereitet und sorge in öffentlichen Bereichen mit speziellen Luft-Reinigern für frische und keimfreie Luft. Während der Schließung habe sich das Haus einen sehr detaillierten Plan zurechtgelegt.

Das Brenners hat seine täglichen Abläufe auf die neuen Gegebenheiten der Corona-Krise abgestimmt. Von der Desinfektion der Türklinke bis hin zum Empfangstresen mit einem zwei Meter hohen Sicherheitsglas bemühe sich das Brenners jedoch um eine nicht zu klinische Atmosphäre, so Matthiesen.