Ist öfter in der Stadt zu sehen: Thomas Gottschalk – hier bei einem Besuch des Restaurants „Rizzi“ an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden. | Foto: Schultes

TV-Moderator

Thomas Gottschalk ist mit der Bäderstadt vertraut

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Haben Sie ihn schon gesehen? Könnte ja sein. In Baden-Baden kann einem durchaus der eine oder andere Promi über den Weg laufen. Wobei: Thomas Gottschalk ist nicht irgendein prominentes Gesicht. Er ist einer der Promis, den viele gerne mal ganz privat auf ein Bier oder ein Glas Wein treffen würden. Langeweile wäre in seiner Gesellschaft wohl ein Fremdwort. Auch dem BNN-Redakteur würden zig Stichworte einfallen, die Grundlage für eine ausgedehnte Plauderstunde sein könnten.

Neue Liebe arbeitet beim SWR

Nach dem Liebes-Aus mit seiner Frau Thea ist Deutschlands bekanntester Moderator wieder von Amors Pfeil getroffen worden. Das weiß inzwischen fast jeder. Seine neue Liebe, so rauschte es durch den Boulevard-Blätterwald, arbeitet beim Südwestrundfunk in Baden-Baden. Da liegt eine Frage auf der Hand: Wird Thomas Gottschalk vielleicht bald ein Baden-Badener? Wie der Erfinder der einst so erfolgreichen TV-Show „Wetten, dass..?“, Frank Elstner?

Freundschaft mit Frank Elstner

Elstner ist in der Region aufgewachsen. Er und „Tommy“ sind gute Freunde, schließlich kreuzen sich ihre Wege immer wieder, auch in Baden-Baden. Und das nicht nur, weil beide über Jahre hinweg des Gesicht der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ waren. Die Bäderstadt dürfte Gottschalk ohnehin vertraut sein. Die Wurzeln seines Erfolgs als TV-Moderator liegen an der Oos: Ab November 1977 moderierte er die vom damaligen Südwestfunk (SWF) produzierte Game-Show „Telespiele“ – ein Format, das als erste interaktive Gameshow in die Geschichte des deutschen Fernsehens einging. In der ersten Sendung waren Ute Verhoolen und Tony Marshall zu Gast. Gottschalk, zu jener Zeit 27 Jahre jung, hatte zuvor im Bayerischen Rundfunk ein Jugendmagazin moderiert.

Karriere startete in Baden-Baden als TV-Moderator

Damals, verriet er vor Jahren in einem BNN-Interview, sei er oft mit dem Zug nach Baden-Baden angereist. Meist mit Frau und Hund. Den Vierbeiner habe er immer „ins Hotel schmuggeln“ müssen. Ab 1980 wanderten die „Telespiele“, mit denen Computerspiele im Fernsehen Einzug hielten, in das ARD-Hauptprogramm. Die Show ersetzte eine lange Zeit sehr erfolgreiche Produktion aus Baden-Baden – „Die Montagsmaler“.

Ruhe und Erholung

Aber zurück in das Hier und Jetzt: Wie würden Sie reagieren, liebe Leser, wenn Sie Thomas Gottschalk tatsächlich in Baden-Baden in der Allee, in einem Restaurant oder vor einem Hotel treffen würden? Ihn um ein Autogramm und um ein Selfie mit ihm bitten? Oder doch lieber höflich Abstand halten? Dafür aus der Ferne über ihn tuscheln: Das ist doch der Gottschalk! Wie auch immer: Wer versucht, sich in die Rolle eines Prominenten hineinzuversetzen, wird leicht nachempfinden können, wie es ankommt, wenn man beim Spaziergang oder beim Essen im Restaurant von wildfremden Menschen gestört wird. Auch Thomas Gottschalk und seiner Partnerin sei es gegönnt, das in Baden-Baden zu finden, was viele in der Stadt und im Schwarzwald suchen: Ruhe und Erholung.

„Wetten, dass…?“ aus dem Festspielhaus?

Wenn das Herz von Gottschalk nun für eine Baden-Badenerin schlägt, dann liebt er vielleicht auch Baden-Baden. Sein Einstand an der Oos könnte fulminant ausfallen, wenn er sich dafür einsetzen würde, dass sein geplantes einmaliges „Wetten, dass..?“-Comeback zu seinem 70. Geburtstag im nächsten Jahr in der einstigen europäischen Sommerresidenz gefeiert wird. Eine Stadt- oder Außenwette, das kriegen wir in der kleinsten Weltstadt Deutschlands natürlich hin. Eine attraktive Location hätten wir auch: „Wetten, dass..?“ aus dem Festspielhaus – warum nicht? Klar, das größte deutsche Opernhaus ist keine Messehalle, die für die Ausrichtung der ZDF-Show bis zu ihrem Ende im Jahr 2011 Voraussetzung war. Aber der Kreis würde sich schließen. Zum Ausklang käme „Wetten, dass..?“ aus der Stadt, in der ihr Erfinder lebt. Das hört sich gut an, oder? Wenn die Realisierung doch an bestimmten Rahmenbedingungen scheitern sollte: In der Region gäbe es Alternativen: Karlsruhe und Offenburg haben „Wetten, dass..?“-Erfahrung. Die stünden für diese Sonderaufgabe sicher Gewehr bei Fuß. Ganz gleich, wer den Zuschlag für die vielleicht allerletzte „Wetten, dass..?“ bekommen wird: Das Medienecho wird gewaltig ausfallen!