So soll es einmal aussehen: Bürgermeister Alexander Uhlig (Mitte) erläutert den Plan für die Neugestaltung des östlichen Eingangs zur Innenstadt.
So soll es einmal aussehen: Bürgermeister Alexander Uhlig (Mitte) erläutert den Plan für die Neugestaltung des östlichen Eingangs zur Innenstadt. | Foto: Rudolphi

Neubau bringt Baustelle

Arbeiten am Bertholdplatz laufen an

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Nach einer rund dreijährigen Vorbereitungsphase beginnen am Montag, 21. Januar, die Arbeiten, um den Bertholdplatz in einen Kreisverkehr umzugestalten. Das Vorhaben ist das erste große öffentliche Projekt im Sanierungsgebiet „Südliche Neustadt“. Ziel ist es, das Areal am östlichen Rand zur Innenstadt städtebaulich aufzuwerten. „Das wird ein größeres Vorhaben. Das Geschäft mit solchen Werken geht uns nicht aus“, sagte Bürgermeister Alexander Uhlig am Dienstag bei einem Pressetermin.

Der Bertholdplatz sei wichtig als Verkehrsknoten und als Eingangstor zur erweiterten Kernstadt, betonte Uhlig und verwies darauf, dass es aus diesem Grund wichtig sei, bei der Sanierung des gesamten Viertels dieses Vorhaben zuerst anzugehen. Es umfasst neben dem Bertholdplatz die Lichtentaler Straße von der Einfahrt zum Michaelstunnel bis in Höhe der Weinbergstraße.

Arbeiten an Leitungen geplant

Zudem ist vorgesehen, die Bertholdstraße bis zur Maria-Viktoria-Straße sowie die Hahnhofstraße und die Einmündung vom Bertholdplatz in die Friedhofstraße zu erneuern. Weiter sind im gesamten Abschnitt Arbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen der Stadtwerke geplant. Die Lichtentaler Straße erhält zwischen der Friedhof- und Weinbergstraße einen neuen Kanal für Schmutzwasser.

Fernwärme kein Thema

Bürgermeister Uhlig stellte klar, dass das Thema Fernwärme in diesem Gebiet auf längere Sicht erledigt sei. Die Anwohner hätten in einer Umfrage nicht das nötige Interesse an einem Anschluss an dieses Netz gezeigt.

Eine Neugestaltung steht an: Die Stadt baut den Bertholdplatz in einen Kreisverkehr um. Die Arbeiten beginnen am 21. Januar und sollen rund ein Jahr dauern.
Eine Neugestaltung steht an: Die Stadt baut den Bertholdplatz in einen Kreisverkehr um. Die Arbeiten beginnen am 21. Januar und sollen rund ein Jahr dauern. | Foto: Rudolphi

Bushaltestelle wird verlegt

Auf der Fläche vor der Russischen Kirche wird sich ebenfalls etwas tun: Die Stadt wird die dortige Bushaltestelle in die Lichtentaler Straße in Höhe der Weinbergstraße verlegen, um den Platz vor dem Gotteshaus neu zu gestalten und einige Parkplätze anzulegen.

Es soll am künftigen Kreisel vorangehen.

Dominque Leible vom Fachgebiet Tiefbau erläuterte, dass die Baustelle zunächst mit den Arbeiten an den Kanälen beginnen werde, wofür etwa drei bis vier Monate veranschlagt seien. Parallel soll es auch am künftigen Kreisel vorangehen. Nach Auskunft des städtischen Projektleiters wird dieser wie der Ooser Leo einen Durchmesser von 26 Metern mit einer teilweise überfahrbaren Mittelinsel haben.

Die Bushaltestelle entfällt künftig: Das Sanierungsvorhaben sieht vor, den Platz vor der Russischen Kirche städtebaulich aufzuwerten.
Die Bushaltestelle entfällt künftig: Das Sanierungsvorhaben sieht vor, den Platz vor der Russischen Kirche städtebaulich aufzuwerten. | Foto: Rudolphi

Vollsperrung nötig

Manfred Schmalzbauer vom Fachgebiet Verkehr betont, dass sich Verkehrsteilnehmer auf Behinderungen einstellen müssten. Die Arbeiten in der Lichtentaler Straße sind demnach nur unter Vollsperrung möglich. Die Stadt leitet den Verkehr über die Maria-Viktoria- und die Ludwig-Wilhelm-Straße um. In den übrigen Bauphasen fließt der Verkehr stadteinwärts über die Lichtentaler Straße und stadtauswärts über die Bertholdstraße.

Verkehr ändert sich

Um die Tunnelumleitung immer aufrecht zu erhalten, regelt in einigen Bauabschnitten eine Ampel den Verkehr. Die Buslinien sind ebenfalls betroffen. Die Verkehrsbetriebe werden Theo Bertram zufolge die Haltestelle Bertholdstraße in die Maria-Viktoria-Straße verlegen, durch die die Busse stadteinwärts fahren, stadtauswärts geht es durch die Ludwig-Wilhelm-Straße.

Bertholdplatz fordert Geduld

Die Bauarbeiten am Bertholdplatz sollen etwa ein Jahr dauern. Die Kosten sind mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt, für die nach Uhligs Auskunft Zuschüsse von einer Million Euro fließen werden.