Niemand wurde verletzt beim Brand in der Asylbewerber-Sammelunterkunft in Haueneberstein. | Foto: Bernd Kappler

Baden-Baden-Haueneberstein

Festnahme nach Brand in Asylbewerberheim

Staatsanwaltschaft und Polizei haben nach dem Brand im Asylbewerberheim im Baden-Badener Stadtteil Haueneberstein Ermittlungen gegen einen 31-Jährigen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Dem Bewohner der Unterkunft wird vorgeworfen, das kurz vor 15.30 Uhr von Anwohnern entdeckte Feuer mutwillig entfacht zu haben.

Schaden am Asylbewerberheim dürfte in die Zehntausende gehen

Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot  zu den 2016 errichteten Containerbauten im Gewerbegebiet  von Haueneberstein aus. Nach ersten Angaben der Polizei befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes 32 Menschen in dem Gebäude. Alle konnten sich in Sicherheit bringen, verletzt wurde niemand. Der Schaden könne noch nicht beziffert werden, dürfte aber in die Zehntausende gehen.

Ermittlungen gegen Bewohner der Unterkunft

Beim Eintreffen der hinzugerufenen Einsatzkräfte der Feuerwehr Baden-Baden und des Polizeireviers Baden-Baden schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern der Nordfassade. Durch das schnelle Eingreifen der Wehrleute konnten die Flammen zwar schnell gebändigt, ein größerer Sachschaden jedoch nicht mehr verhindert werden. Die Ermittlungen der Beamten der Kriminalpolizei richten sich gegen einen Bewohner der Unterkunft. Er hatte am Morgen mit dem am Nachmittag eingetretenen Szenario gedroht. Der Mann wurde noch am Ort des Geschehens vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob gegen den Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehl beantragt wird. Die Ermittlungen zur Frage der Täterschaft und etwaigen Beweggründen dauern an.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Obergeschoss bereits vollkommen verqualmt. | Foto: Bertold Wagner

Im Einsatz waren die hauptamtliche Abteilung der Feuerwehr Baden-Baden sowie die Abteilungen Haueneberstein, Ebersteinburg und Sandweier und das Rote Kreuz.

Bewohner müssen in andere Quartiere umziehen

Nach dem Band ist die Unterkunft unbewohnbar. Die 32 um ihr Obdach gebrachten Bewohner – nach städtischen Angaben waren 26 zum Zeitpunkt des Brandausbruches im Gebäude – wurden durch Mitarbeiter der Stadt Baden-Baden betreut und in anderen Unterkünften untergebracht. Ein kleinerer Teil konnte in den von den Flammen verschont gebliebenen Nachbargebäuden ein Dach über dem Kopf finden, der Großteil der Asylbewerber ist in freie Quartiere auf dem Waldseeplatz gebracht worden.

Der Sachschaden geht in die Zehntausende. | Foto: Bertold Wagner

Gebäude hätten für Anschlussunterbringung umgerüstet werden sollen.

Die Containerbauten in Haueneberstein waren 2016 errichtet worden, standen dann aber monatelang aufgrund der zurückgehenden Flüchtlingszahlen leer. Zuletzt waren dort Asylbewerber im Rahmen der Erstunterbringung einquartiert. Ab dem 1. Juni hätten die beiden Gebäude der Unterkunft für die so genannte Anschlussunterbringung umgerüstet werden sollen.