Eröffnung: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Zweiter von rechts) lässt sich von Thomas Mayer, Markus Scheib und Peter Dettelmann (vorne von links) von den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg die neue Akademie in Baden-Baden zeigen. | Foto: Collet

Projekt der Chemie-Verbände

Ministerpräsident eröffnet Akademie in Baden-Baden

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Das Thema war für Winfried Kretschmann sozusagen ein Heimspiel. Als ehemaliger examinierter Chemie-Lehrer betrat der Ministerpräsident keineswegs Neuland, als er am Mittwoch die Akademie für die chemische und pharmazeutische Industrie im neuen Verwaltungsgebäude der Chemie-Verbände Baden-Württemberg in der Allee Cité offiziell eröffnete. „Ich werde jetzt nur 20 und nicht 45 Minuten Frontalunterricht halten“, scherzte Kretschmann in seiner Festrede vor den Mitgliedern des Arbeitgeberverbandes in der Akademiebühne.

Der Arbeitsmarkt unterliegt einem ständigen Wandel

Der Ministerpräsident betonte, lebenslanges Lernen sei für die Beschäftigten in einem Arbeitsmarkt, der einem permanenten Wandel unterliege, enorm wichtig und verwies auf den Fachkräftemangel und die fortschreitende Digitalisierung. Die Arbeitnehmer müssten sich ständig weiterqualifizieren und die Arbeitgeber sie dabei unterstützen. „Ich denke, das tun Sie mit Ihrer Akademie“, sagte Kretschmann. Die Einrichtung sei vorbildhaft und eine wichtige Ergänzung zu den Weiterbildungsaktivitäten des Landes. Arbeitgeber und Land zögen beim lebenslangen Lernen an einem Strang.

Kretschmann würdigt chemische Industrie als Innovationsmotor

Der Ministerpräsident würdigte die Bedeutung der chemischen und pharmazeutischen Industrie, die neben der Automobilbranche sowie dem Maschinen- und Anlagenbau zu Unrecht nicht so sehr im Rampenlicht stehe. Dabei sei dieser Industriezweig mit seinen rund 100 000 Mitarbeitern als Innovationsmotor auch für andere Branchen unverzichtbar. Es sei die große Herausforderung und Chance der Zukunft, die Ökonomie auch ökologisch durchzudeklinieren. „Mit der chemischen Industrie in Baden-Württemberg haben wir dafür die besten Voraussetzungen“, sagte Kretschmann.

Die Akademie bietet über 100 Seminare

Die Akademie für die chemische und pharmazeutische Industrie bietet speziell für Unternehmen aus den Branchen Chemie, Pharma und Lack ein breites Spektrum für die Weiterbildung. Allein in diesem Jahr sind es mehr als 100, teilweise mehrtägige, Seminare. Auszubildende können sich genauso wie Vorstände, Fach- und Führungskräfte oder Betriebsräte zu unterschiedlichen Themen fortbilden und beraten lassen. Das Angebot reicht von Arbeitsrecht über Chemie- und Pharma-Spezialwissen, Führungsfragen, Selbst-Management oder Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Personalentwicklung und Produktion.

Die Angebote sind branchenübergreifend

Die Akademie unter der Leitung der Diplom-Pädagogin Walburga Lehne erwartet im laufenden Jahr etwa 2.000 Seminar-Teilnehmer. Dabei stehen die Angebote allen Unternehmen – auch über die Branchengrenzen der Chemie-Industrie hinweg – offen.

Chemie-Verbände setzen auf Innovation

Die Einrichtung verfügt über drei flexibel einsetzbare Seminarräume, Zimmer für Beratung und Coaching sowie eine Mensa und Büros. „Bei der Ausstattung haben wir die neuesten technischen Standards“, erläuterte Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände. Er ist mit dem Start der Akademie sehr zufrieden. Die Angebote und die Nachfrage belegten, dass die chemische und pharmazeutische Industrie zurecht zu den innovativen Branchen zähle.

Weitere Infos unter  www.chemie.com