Im Visier: Alexander Menzel vom städtischen Fachgebiet Vermessung misst vor dem Beginn des zweiten Bauabschnitts den Leopoldplatz in Baden-Baden auf. | Foto: Rudolphi

Leopoldsplatz Baden-Baden

Der zweite Bauabschnitt läuft an

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Die Arbeiten zur Oberflächengestaltung des Leopoldsplatzes in Baden-Baden beginnen planmäßig am Montag, 5. Februar. Die Firma Grötz aus Gaggenau, die nach der europaweiten Ausschreibung des Auftrags den Zuschlag erhalten hatte, wird zunächst damit anfangen, die Baustelle einzurichten, wie der städtische Projektleiter Markus Selig am Freitag bei einem Pressetermin informierte.

Der Start erfolgt auf der Westseite

Los geht es zunächst auf der nord-westlichen Seite des Platzes. „Wir machen dort weiter, wo wir aufgehört haben“, berichtete Selig. Parallel laufen die Arbeiten an der Luisenstraße zwischen der Inselstraße und dem Leo. Auf diesem Abschnitt erhält die Straße ebenfalls eine neue Oberfläche. Zudem ist vorgesehen, den Fußgängerweg und die Bushaltestelle neu zu gestalten.

Die Busse fahren wieder durch die Lichtentaler Allee

Aus diesem Grund ist die Überfahrt über den Leo für Busse gesperrt. Wie berichtet, nehmen die Busse auf der Tallinie ab Samstag, 3. Februar, wieder die Strecke durch die Kaiserallee und die Lichtentaler Allee.
Nach Auskunft von Bürgermeister Alexander Uhlig beginnen die Betonarbeiten am 13. April.

Der Platz erhält ein Schachbrett-Muster

Die Schweizer Firma WALO, die das Unternehmen Grötz als Partner mit ins Boot geholt hat, betoniert dann 3,60 mal 3,60 große Felder, die in verschiedenen Grautönen gefärbt sind und ein Schachbrett-Muster für den zentralen Platz in der Innenstadt ergeben.

So soll er aussehen: Bürgermeister Alexander Uhlig (links) und Projektleiter Markus Selig zeigen den Plan mit dem Schachbrettmuster für den Leo. | Foto: Rudolphi

Die Baustelle wechselt im Juli auf die Ostseite

Wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, wechselt die Baustelle dann ab Mitte Juli von der West- auf die Ostseite des Leopoldsplatzes. „Im Unterschied zum ersten Bauabschnitt werden wir nur zwei bis drei Baufelder haben“, bekräftigte der Dezernent und versprach, die Beeinträchtigungen für Fußgänger möglichst gering zu halten.

Der Abschluss ist zum Jahresende geplant

Am Brunnen ist ein etwa 2,5 Meter breiter, durch den Bauzaun abgetrennter Korridor vorgesehen. Selig zufolge ist das mit den Einzelhändlern abgesprochen. „Wir wollen die Flächen, die nicht von der Baustelle betroffen sind, entlasten“, betonte der Projektleiter. Die kompletten Bauarbeiten sollen zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. „Wir werden aber ständig mit der Baufirma im Gespräch bleiben, ob es möglicherweise schneller geht“, versicherte der Projektleiter.

Weitere Infos gibt es unter: www.unser-leo.de.

Kommentar zum Thema: Es kann wohl nur besser werden. Der erste Bauabschnitt am Leopoldsplatz stand wahrlich unter keinem guten Stern. „Pleiten, Pech und Pannen“ ist da noch milde formuliert. Bürgermeister Alexander Uhlig macht keinen Hehl daraus, dass alle Beteiligten sich bisher nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Es bereitet ihm Sorgen, dass die Baustelle fast unentwegt in den Schlagzeilen und weit über Baden-Baden hinaus ein Dauerthema war. „Es gab viel negative Begleitmusik“, betont der Baudezernent und räumt ein, das Image der Bäderstadt habe schwer gelitten.
Nach dem anhaltenden kommunalpolitischen Wirbel rund um den ersten Bauabschnitt geht es nun in die zweite Runde. Es soll jetzt alles besser werden. Das hatte Uhlig auch schon Ende 2016 kurz nach seinem Amtsantritt angekündigt. Obwohl umfassende Information und Transparenz angesagt waren, kam es häufig anders.
Die Verantwortlichen haben offenbar aus den Fehlern gelernt. Das lässt sich zumindest aus dem schließen, was bislang bekannt ist. Demnach ist allen daran gelegen, die Arbeiten straff zu organisieren und zu koordinieren, um ein Baustellen-Chaos zu vermeiden und die Beeinträchtigungen für Fußgänger möglichst gering zu halten. Ein Labyrinth, verursacht durch viele kleine Baugruben, soll es künftig nicht geben. Davon profitieren nicht nur die Passanten, sondern auch die Einzelhändler und Gastronomen am Leo, die immer wieder über Umsatzeinbußen geklagt hatten. Es bleibt zu hoffen, dass alles reibungslos abläuft und die Innenstadt einen ihr angemessenen Platz in neuer Gestalt erhält.