Die erste Füllung: Der dunkle Beton fließt aus der Baggerschaufel in ein vorbereitetes Feld. Am Ende werden rund 200 Betonplatten in unterschiedlichen Grautönen den Baden-Badener Leopoldsplatz schachbrettartig überziehen. | Foto: Rudolphi

Leopoldsplatz Baden-Baden

Die erste Betonplatte ist gegossen

Baden-Badens Bürgermeister Alexander Uhlig ist richtig gespannt und kann es kaum erwarten: „Jetzt geht es im zweiten Bauabschnitt am Leopoldsplatz mit den Betonarbeiten in die heiße Phase“, sagt er am Donnerstag bei einem Pressetermin. Die Vorbereitungen seien abgeschlossen, endlich stehe das Betonieren der ersten Platte an. Doch bis es soweit ist für diesen wahrlich historischen Moment, ist noch Geduld gefragt, denn der sehnlichst erwartete Betonmischer verspätet sich.

200 Platten im Schachbrettmuster überziehen den Leo

Die ersten der rund 200 Felder, die den Leopoldsplatz künftig in einem Schachbrettmuster aus drei verschiedenen Grautönen überziehen werden, sind bereits geschalt. In der Regel ist jedes Feld 3,60 mal 3,60 Meter groß und 25 Zentimeter stark. In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen Grötz aus Gaggenau den Untergrund vorbereitet und eine zehn Zentimeter starke Asphaltschicht aufgebracht. Anschließend hat die Firma Walo Bertschinger aus der Schweiz die Felder geschalt, die Eisenbewehrung eingebaut und die Plastikhülsen für die Anker installiert, die später die jeweils benachbarten Betonplatten zusammenhalten.

Verdichtung: Mit einem schlauchartigen Rüttelgerät lässt ein Arbeiter die vorhandene Luft aus der Betonmasse entweichen. | Foto: Rudolphi

Das Gefälle macht das Vorhaben anspruchsvoll

„Das Ganze ist technisch sehr anspruchsvoll, weil wir Gefälle nicht nur in eine Richtung haben “, erläutert Uhlig. Damit am Ende die Platten an der von den Planern vorgesehenen Stelle liegen, hat das städtische Fachgebiet Vermessung und Geoinformation zuvor den gesamten Platz aufgemessen.

Die Baufirma gestaltet zuerst eine dunkle Platte

Als der Betonmischer vorfährt, läuft alles wie am Schnürchen. Acht Felder warten darauf, dass die die Baufirma sie füllt. In der ersten Tranche ist nach Auskunft des städtischen Projektleiters Markus Selig der dunkelste Farbton dran. Fast schwarz fließt die zähe Masse in die Schalung. „Nach dem Abtrocknen wird der Beton deutlich heller“, erläutert Thomas Huber vom Ingenieurbüro Wald & Corbe.

Glänzend und glatt: Nachdem die Arbeiter die Oberfläche abgezogen haben, ist die erste Betonplatte auf dem Leopoldsplatz fertig. | Foto: Rudolphi

Rund vier Kubikmeter Beton passen in ein  Feld

Nach Auskunft von Ralph Bürkle, Bauleiter der Firma Grötz, passen rund vier Kubikmeter in ein Feld mit Standard-Maß. Ein Arbeiter stochert immer wieder mit einem schlauchartigen Rüttelgerät in dem Material, um es zu verdichten, während seine Kollegen bereits dabei sind, die Oberfläche abzuziehen und glatt zu streichen. Nach etwa 20 Minuten ist die erste Leo-Betonplatte unmittelbar am Eingang zur Fußgängerzone fertig.

Weitere Infos und Bilder einer Webcam gibt es unter www.unser-leo.de.