Viele Sitze bleiben leer: Das Theater Baden-Baden hatte in der Saison 2016/17 weniger Besucher als in den vorangegangenen Spielzeiten. | Foto: Klenk

Theater Baden-Baden

Die Besucherzahlen gehen leicht zurück

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Das Theater Baden-Baden hatte in der Saison 2016/17 weniger Besucher als in den vorangegangenen Spielzeiten. Das geht aus dem Bericht des Hauses für die Sitzung des Hauptausschusses am Montag, 11. Dezember, hervor. Demnach sind einige Neuproduktionen und vor allem die Wiederaufnahmen nicht auf die erhoffte Resonanz beim Publikum gestoßen.

Fehlende Vorstellungen schlagen zu Buche

Aber auch andere Faktoren wie einige fehlende Vorstellungen auf der Hauptbühne oder Ausfälle während des G-20-Treffens sowie neu entstandene Konkurrenzangebote nennt das Theater als Ursachen für die vergleichsweise geringere Auslastung.

Musical „Anatevka“ ist der Publikumsrenner

Der Renner bei den Neuproduktionen war das Musical „Anatevka“, gefolgt vom Klassiker „Nathan der Weise“. Bundesweite und internationale Schlagzeilen machte das Junge Theater mit der Produktion „Ein Känguru wie Du“. Nach Protesten und ausbleibenden Schulklassen setzte das Theater das Stück um ein schwules Känguru ab.

Abonnements haben einen Anteil von 27 Prozent

Rund 27 500 Besucher haben in der vergangenen Spielzeit die Vorstellungen (Neuproduktionen, Wiederaufnahmen und Gastspiele) im Theater gesehen. Das entspricht einer Auslastung von 55,5 Prozent. Die Zahl der Festabonnements geht trotz regelmäßiger Neuzugänge weiter zurück. Sie haben einen Anteil von 27 Prozent. Zum Vergleich: Der freie Kartenverkauf macht fast 59 Prozent aus.

Das Junge Theater ist als Marke etabliert

Das Junge Theater Baden-Baden ist mittlerweile als eigene Marke etabliert. Dessen Produktionen hatten fast 22 200 Besucher (Auslastung von 85,3 Prozent). Um den Radius des Jungen Theaters weiter zu vergrößern und das Angebot der Nachfrage anzupassen, hat das Theater für den Doppelhaushalt 2018/19 eine Personalstelle für die Betreuung des Theaters im Kulissenhaus (TIK) beantragt.

Die Auslastung liegt bei 68,5 Prozent

In der Summe, das heißt mit Eigenproduktionen sowie Sonderveranstaltungen, Kooperationen und Vermietungen, kommt das Theater auf knapp 56 300 Besucher und eine Gesamtauslastung von 68,5 Prozent. Der Zuschussbedarf des Theaterbudgets 2016 lag im Ergebnis knapp 105 000 unter den veranschlagten 3,8 Millionen Euro. Die Verwaltung führt dies auf geringere Personalkosten durch Vakanzen und Einsparungen bei den Sachausgaben zurück.

Die Einnahmen bleiben hinter den Erwartungen zurück

Zudem waren zu Beginn des Haushaltsjahres auf Anweisung von Oberbürgermeisterin Margret Mergen nur 80 Prozent der Ansätze freigegeben. Nach Angaben des Theaters waren die Einsparungen so hoch, um damit die um rund 53 000 Euro geringeren Erträge abzufangen. Vor allem die Ansätze bei den Einnahmen aus den Abonnements seien zu optimistisch gewesen. Ein weiteres Problem: Die Einnahmen bei Eintritten und Vermietungen seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Weitere Informationen online unter www.theater.baden-baden.de