Er ist wieder da: Am Leo in Baden-Baden hat am Montag der neue Kiosk eröffnet.
Er ist wieder da: Am Leo in Baden-Baden hat am Montag der neue Kiosk eröffnet. | Foto: Bernd Kamleitner

Kult-Kiosk am Leo

Die Baden-Badener Institution ist wieder zurück

Anzeige

In vielen Bereichen bestimmen nur noch große Ketten, was letztendlich in den Verkaufsregalen landet. Oder der Kunde ordert gleich im Internet. Die digitale Welt lässt grüßen. In Baden-Baden gibt es allerdings noch „eine analoge Nische in einer digitalen Welt“: So beschreibt jedenfalls Pächterin Susanne Ziller den neuen Kiosk im Herzen der Bäderstadt – am Leo. Seit Montag ist die Kult-Einrichtung wieder an ihrem angestammten Platz, in einem nicht ganz billigen Neubau.
Bürgermeister Alexander Uhlig nimmt bei einer kleinen Eröffnungsfeier das Wort „Institution“ in den Mund. Er spricht sogar von einer „wichtigen Institution“. Für viele Baden-Badener und für Gäste erfüllt der Kiosk in der Tat diese Funktion.

Eine Erfahrung, die der Kommunalpolitiker teilt. Als er im Vorfeld seiner Bewerbung um den Job im Rathaus vor drei Jahren der Stadt einen Besuch abstattete, kaufte er sich just am Kiosk am Leo auch die BNN, um sich über das Geschehen in Baden-Baden zu informieren.

Vorgängerbau aus dem Jahr 1990 musste weichen

Zeitungen und Zeitschriften gehören nach wie vor zum Sortiment des neuen Kiosks, der nach einem Entwurf des Baden-Badener Architekten Herbert Basler gebaut wurde. Der Vorgänger, ein Glaspavillon aus dem Jahr 1990, musste dem Umbau und der Erneuerung des zentralen Platzes im Herzen der City weichen.

Zigaretten sind der Verkaufsschlager

Hauptsächlich werden im Kiosk übrigens Zigaretten erworben, berichtet Otto Müller, der ihn mit seiner Frau Susanne Ziller betreibt. Noch vor dem Lesestoff rangiert in der Verkaufsliste das Geschäft mit dem Glück: Toto und Lotto.

Wir empfinden uns als Teil des Ganzen am Leo

Die beiden Kioskbetreiber waren zuletzt am Ausweichstandort Fieserbrücke „nicht unglücklich“, freuen sich jetzt aber, endlich wieder am alten Standort für die Kundschaft da zu sein. „Wir empfinden uns als Teil des Ganzen am Leo“, meint Susanne Ziller und würdigt den „ästhetisch markanten Bau“. Rund 220 000 Euro hat die Stadt in den Kiosk investiert. Er wurde in einer Stahl-Holzkonstruktion errichtet.