Im Verzug: Ein eingestürzter Regenwasserkanal führt dazu, dass die Bauarbeiten für den neuen Kreisel am Bertholdplatz voraussichtlich sechs Wochen länger dauern werden.
Im Verzug: Ein eingestürzter Regenwasserkanal führt dazu, dass die Bauarbeiten für den neuen Kreisel am Bertholdplatz voraussichtlich sechs Wochen länger dauern werden. | Foto: Rudolphi

Unvorhergesehener Schaden

Die Baustelle Bertholdplatz in Baden-Baden dauert länger

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Die Arbeiten am Bertholdplatz in Baden-Baden verzögern sich erheblich. Eigentlich sollte die Umgestaltung des östlichen Eingangstors zur Innenstadt in einen Kreisverkehr Ende Mai in den zweiten Bauabschnitt starten. Dieser Zeitplan ist jedoch nicht mehr zu halten, da beim Umbau ein unvorhergesehener Schaden aufgetreten ist.

Bürgermeister Alexander Uhlig informierte in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umlegungsausschusses, dass der Regenwasserkanal, der von der Friedhofstraße her unter dem Platz verläuft, stellenweise eingebrochen ist. Die Leitung sei einfach in die Jahre gekommen und in einem schlechteren Zustand als erwartet.

Sechs Wochen mehr

Die Konsequenz: Die beauftragte Firma muss diesen Kanal auf einer Länge von mehr als 100 Metern austauschen. Dadurch dauern die Bauarbeiten etwa sechs Wochen länger und die veranschlagten Kosten von rund zwei Millionen erhöhen sich Uhlig zufolge um etwa 70.000 Euro. Zudem müssen die Verkehrsteilnehmer sich auf weitere Beeinträchtigungen einstellen.

Sperrung an Maria-Viktoria-Straße

Um den Kanal zu erneuern, wird die Stadt die Fahrspur vom Bertholdplatz bis zur Einmündung Maria-Viktoria-Straße für etwa zwei Wochen sperren. Nach Auskunft der städtischen Pressestelle regelt dann eine Ampel den Verkehr, der übergangsweise nur einspurig an der Baustelle vorbeiführt.

Mehr Leitungen müssen erneuert werden

Unabhängig von dem aktuellen Schaden geriet der Bauablauf in den vergangenen Wochen etwas in Verzug. Der städtische Projektleiter Dominique Leible begründet dies unter anderem damit, dass die Stadtwerke deutlich mehr Leitungen erneuern und ergänzen mussten als angenommen. Zudem habe die ursprünglich geplante Bauphase sich geändert.

Erste Konturen: Die bereits gesetzten Bordsteine markieren die künftigen Übergänge vor dem Kreisverkehr.
Erste Konturen: Die bereits gesetzten Bordsteine markieren die künftigen Übergänge vor dem Kreisverkehr. | Foto: Rudolphi

Übergänge auf Bertholdplatz zu erkennen

Das Baufeld in der Bertholdstraße sei dazugekommen, um den dortigen Gehweg und vor allem die darunterliegenden Leitungen in einem Zug herzustellen. Der Vorteil: Der Gehweg auf der Seite des Kiosks steht dann bereits während der weiteren Bauphasen dauerhaft zur Verfügung. Inzwischen sind die Bordsteine gesetzt und Teile des Fußgängerwegs fertig. Auf dem Platz selbst sind bereits die ersten Übergänge zu erkennen.

Umleitung verschwindet

Leible zufolge wird der Verkehr mit Beginn des zweiten Bauabschnitts stadteinwärts wieder über den Bertholdplatz und die Lichtentaler Straße fließen. Die Umleitung durch die Bertholdstraße und die Maria-Viktoria-Straße bis zum Augustaplatz wird dann entfallen.