Die Bepflanzung läuft: Die Landschafts- und Freiraumplanerin Ingrid Gock hat ein Konzept erarbeitet, um das Beet am Willy-Brandt-Platz mit Frühjahrs- und Sommerblühern neu zu gestalten.
Die Bepflanzung läuft: Die Landschafts- und Freiraumplanerin Ingrid Gock hat ein Konzept erarbeitet, um das Beet am Willy-Brandt-Platz mit Frühjahrs- und Sommerblühern neu zu gestalten. | Foto: Rudolphi

Neugestaltung der Beete

Die Innenstadt blüht künftig stärker auf

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Das Rathaus möchte die Innenstadt künftig stärker zum Blühen bringen – und das in wörtlichem Sinne. Das heißt: Viele Beete, die in den vergangenen Jahren eher etwas stiefmütterlich behandelt waren, sollen sich in farbenprächtige Blütenmeere verwandeln. Das städtische Fachgebiet Park und Garten gestaltet dafür zunächst die Beete am Willy-Brandt-Platz vor der Alten Polizeidirektion und in der Luisenstraße entlang des Oosbachs neu.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen wies am Montag bei ihrem Rundgang mit Bürgern, Stadträten und Vertretern der Verwaltung darauf hin, dass der Willy-Brandt-Platz eine wichtige Funktion als Entree zum Zentrum und zum Bäderviertel habe. Die Stadt wolle deshalb dazu beitragen, diesen Ort aufzuwerten und in gestalterischer Hinsicht attraktiver zu machen.

Blumen fielen Sparzwang zum Opfer

Nach Auskunft von Markus Brunsing, dem Leiter des Fachgebiets Park und Garten, steckt hinter diesem Vorhaben ein detailliertes Konzept. Er erläuterte, dass in dem Beet am Willy-Brandt-Platz früher mehrere tausend Blumen geblüht hätten. Dieser Frühjahrs- und Sommerflor sei jedoch den Sparzwängen seit dem Jahr 2002 zum Opfer gefallen. Die Folge: Seither bestand das Beet überwiegend aus Rasen und ein paar wenigen pflegeleichten Büschen. Das wird sich nun ändern.

Detailliertes Konzept

Die Landschafts- und Freiraumplanerin Ingrid Gock aus Lübeck hat ein Konzept erarbeitet, um mit blühenden Pflanzen einen Akzent zu setzen. Es sieht in der Mitte ein wellenförmig verlaufendes Band mit Staudenpflanzen vor. Drumherum gruppieren sich in unterschiedlichen Höhen Pflanzen, die vorwiegend in Orange- und Lachstönen blühen. „Dazwischen übernimmt die Farbe Blau die Rolle der Vermittlerin“, erläuterte die Expertin, die bereits mehrere internationale Gartenschauen gestaltet hat.

So soll es künftig aussehen: Markus Brunsing stellt beim OB-Rundgang den Pflanzplan vor.

Immergrüne Gräser für den Winter

Damit das Beet auch im Winter ansehnlich bleibt, hat Gock zudem einige immergrüne Gräser vorgesehen. Brunsing zufolge ersetzt eine Pflanzenhecke das bisherige Geländer um das Beet. Es sei in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass Autos gegen die Metallkonstruktion gefahren seien und erheblichen Schaden verursacht hätten. „Eine angefahrene Pflanze lässt sich leichter ersetzen als ein Stück des Geländers“, bekräftigt Brunsing.

Baden-Badenerin übernimmt Patenschaft

Die Pflege und der Unterhalt des neu gestalteten Blumenbeets werden die Stadt zunächst nichts kosten. Nach Angaben des Fachgebietsleiters hat sich eine Baden-Badener Bürgerin bereit erklärt, eine Patenschaft zu übernehmen und für die Ausgaben in Höhe eines jährlichen vierstelligen Betrags aufzukommen.

 

Kommentar
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Kaum Interesse

Die Resonanz beim OB-Rundgang durch die Innenstadt war äußerst bescheiden. Gerade mal eine Handvoll Bürger begleiteten den Tross aus Verwaltungsmitarbeitern und Stadträten auf der Tour durch das Zentrum. Schade, denn wann gibt es schon mal eine solche Gelegenheit, hautnah und aus erster Hand Infos zu wichtigen Themen unmittelbar zum eigenen Wohnumfeld zu erhalten.
Bei den Terminen der Rathauschefin in den Stadtteilen war das Interesse deutlich größer. Vielleicht brennen den Einwohnern dort erheblich mehr Probleme auf den Nägeln als den Bürgern der Innenstadt.
Diese steht ohnehin durch die seit Jahren laufenden Großbaustellen fast permanent stark im öffentlichen Fokus, sodass das Informationsbedürfnis der Anwohner möglicherweise gar nicht so groß ist. Mancher wird wohl gedacht haben, dass es bei diesem Termin nicht viel Neues zu erfahren gibt. Michael Rudolphi