Neuer Hausherr: Johannes Kopp leitet seit Juli als Geschäftsführer das Verwaltungs- und Serviceamt für den Evangelischen Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt.
Neuer Hausherr: Johannes Kopp leitet seit Juli als Geschäftsführer das Verwaltungs- und Serviceamt für den Evangelischen Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt. | Foto: Rudolphi

Die Kirche lockt den früheren Hauptamtsleiter Johannes Kopp

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Johannes Kopp ist seit Anfang Juli der neue Geschäftsführer des Verwaltungs- und Serviceamtes für den Evangelischen Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt. „Ich bin allerdings noch nicht komplett angekommen“, räumt der 33-Jährige im BNN-Gespräch ein.

Er sei nach wie vor dabei, sich bei den 21 Pfarrgemeinden im Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden vorzustellen, sich mit den für ihn teilweise neuen Strukturen vertraut zu machen und Gespräche zu führen. „Die derzeitige Sommerpause bietet eine gute Chance, mich sanft einzuarbeiten“, meint der Verwaltungschef.

Rat vom Vorgänger

Es sei ja keineswegs so, dass sein neuer Dienstherr ihn einfach ins kalte Wasser geworfen habe. Sein Stellvertreter Frank Löwe, der den Kirchenbezirk nach dem Weggang von Karl-Heinz Honneck ein halbes Jahr kommissarisch geleitet habe, stehe im nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite. „Es ist mir wichtig, dass er mir sagt, was bisher alles so ging“, bekräftigt Kopp. Für den Geschäftsführer ist zwar vieles, aber nicht alles neu.

Aus der Verwaltung

Zumal Kopp aus der Kommunalverwaltung kommt, in der es ähnliche Aufgaben gibt. Der gelernte Verwaltungsfachwirt war von 2016 bis 2019 Hauptamtsleiter in Bad Herrenalb. Haushalt, Gremienarbeit, Personalführung und Kindergärten sind ihm deshalb bestens vertraut. Dass Kopp bereit ist, Verantwortung an der Spitze zu übernehmen, bewies er im vergangenen Jahr, als er bei der Bürgermeisterwahl in Iffezheim kandidierte, aber dem jetzigen Amtsinhaber Christian Schmid unterlag.

Zudem habe ich jetzt deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

„Ich wollte einfach mal etwas Anderes kennenlernen“, nennt Kopp als einen wesentlichen Grund, sich für die Verwaltungsleitung des Kirchenbezirks beworben zu haben. „Zudem habe ich jetzt deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten“, bekräftigt der 33-Jährige, der mit Ehefrau und Tochter in Bietigheim wohnt.

Projekte und Aufgaben für Kopp

Kopps gestalterische Fähigkeiten und Verhandlungsgeschick sind sicher gefragt, wenn es um die Zukunft der beiden Pflegeheime in Steinbach und in der Weststadt sowie der Diakoniestation geht. Kurz vor dessen Amtsantritt platzte der Grundstückskauf für den geplanten Neubau eines Pflegeheims in Steinbach. Dabei war aus Sicht der Evangelischen Kirche längst alles eingefädelt: Das Paul-Gerhardt-Werk in Offenburg sollte die Trägerschaft für die beiden Heime und die Diakoniestation übernehmen und auch das neue Haus in Steinbach bauen.

Erfolglose Bauplatzsuche

Doch daraus wird vorerst nichts. Kopp zufolge steht in Steinbach kein weiteres geeignetes Grundstück zur Verfügung. Die Suche nach einem neuen Bauplatz laufe weiter – bislang jedoch ohne Erfolg. Der Verwaltungsleiter des Kirchenbezirks geht davon aus, dass das Steinbacher Heim übergangsweise in Betrieb bleiben könne, bis eine endgültige Lösung für die derzeit rund 90 Bewohner gefunden sei.

Übernahme von Pflegeheimen

Zumindest bei der Trägerschaft zeichnet sich ein Resultat ab: Kopp zufolge sollen die Verhandlungen mit dem Paul-Gerhardt-Werk bis zum Jahresende abgeschlossen und die Übernahme der beiden Pflegeheime und der Diakoniestation in trockenen Tüchern sein. Die Offenburger Organisation werde dann auch die rund 200 Baden-Badener Mitarbeiter übernehmen.

Die Arbeiten liegen im Zeitplan: Neben der Friedenskirche in Oos entsteht ein neues Gemeindezentrum.
Die Arbeiten liegen im Zeitplan: Neben der Friedenskirche in Oos entsteht ein neues Gemeindezentrum. | Foto: Rudolphi

Planmäßig laufen nach Kopps Auskunft die beiden aktuellen großen Bauprojekte der Evangelischen Kirche in der Bäderstadt: Das neue Gemeindezentrum für die Friedensgemeinde in Baden-Oos soll bis Mitte 2020 bezugsfertig sein. An der Pauluskirche in der Weststadt ist die Sanierung der Außenfassade und des Glockenturms inzwischen abgeschlossen. Auf dem Grundstück in der Jagdhausstraße stehen jetzt noch die Arbeiten an den Außenanlagen an.